Für einen Kleinwagen bietet der Fabia mit 330 bis 1150 Litern viel Platz fürs Gepäck. Quelle: Unbekannt

Vier Jahre nach der dritten Generation hat Skoda seinem Erfolgsmodell Fabia ein weiteres Facelift verpasst.

EsslingenWer erinnert sich an die erste Umweltprämie für Autos? 2009 war das – und es war die Zeit des Skoda Fabia. Dessen Verkaufszahlen gingen damals durch die Decke. 103 645 Neuzulassungen (Marktanteil 2,72 Prozent) in einem Jahr. Damit schaffte der Kleinwagen aus Tschechien als erstes Importauto eine sechsstellige Neuzulassungszahl in einem Kalenderjahr.

Vor genau 20 Jahren löste der Fabia Skodas Traditionsmodell Felicia ab, seitdem wurde er weltweit rund 4,2 Millionen Mal verkauft. Damit die fünfte Million bald fällig wird, hat Skoda beim Fabia Hand angelegt – bevor voraussichtlich 2021 der gänzlich Neue auf den Markt kommen wird. Vier Jahre nach Einführung der dritten Generation wurde der 3,99 Meter lange Kleinwagen modernisiert. Ein neu gestalteter Kühlergrill mit vertikalen Lamellen, veränderte Front- und Heckstoßfänger sowie neue Scheinwerfer und Heckleuchten mit optionaler LED Technik verleihen dem Kleinen nun ein schärferes Profil, das auch jüngere Leute ansprechen dürfte. Zum cooleren Outfit tragen auch die neu gestylten, bis zu 18 Zoll großen Räder mit Alufelgen bei.

Im Innenraum setzen ein neu gestaltetes Kombiinstrument mit einem 6,5 Zoll großen Display und neue Sitzbezüge frische Akzente. Zum ersten Mal sind – gegen Aufpreis – LED-Scheinwerfer vorne, Heckleuchten mit LED-Brems- und Schlusslicht (inklusive Nebelschlussleuchte) erhältlich. Damit einhergehend wurde auch die Palette an Assistenzsystemen erweitert, beispielsweise mit einem Fernlicht-, Spurwechsel- und Ausparkassistent. Zum Modelljahr 2019 ist die Serienausstattung darüber hinaus noch erweitert worden: So gibt es nun einen USB-Anschluss und einen SD-Speicherkartenslot, außerdem Tagfahrlicht sowie elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel.

Der Fabia basiert auf der gleichen Plattform wie der VW Polo und der Seat Ibiza – und ist mit Motoren aus dem VW-Regal bestückt, die alle der neuen Abgasnorm Euro 6d-Temp entsprechen. Allerdings sind keine Dieselaggregate mehr im Portfolio des Fabia. Skoda setzt nur noch auf 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner (MPI mit 75 PS, TSI mit 95 und 110 PS). Das hat nichts mit der derzeitigen Dieselproblematik zu tun, sondern mit den geringen Zahlen der bisherigen Verkäufe von Selbstzündern beim Fabia, die kaum über fünf Prozent hinaus kamen. Demnächst schieben die Tschechen auch die eigentliche Basismotorisierung nach, einen weiteren 1,0-Liter-Benziner, der 60 PS leistet und mit einem manuellen 5-Ganggetriebe kombiniert wird. Dadurch sinkt auch der Einstiegspreis des Fabia auf 13 090 Euro (zuvor 13 790 Euro, 75 PS). Verfügbar sind jeweils die Ausstattungslinien Active, Ambition und Style sowie die Sondermodelle Cool Plus und Soleil, die laut Skoda bis zu 3525 Euro Preisvorteil bieten.

Der „normale“ Fabia, also die Schrägheckversion, hat einen der größten Gepäckräume im Kleinwagensegment – allerdings ist der Ladeboden nach Umlegen der im Verhältnis 60:40 klappbaren Rückbank nicht eben. Das Volumen von 330 Litern lässt sich auf bis zu 1150 Liter erweitern, was für einen Kleinwagen ein beachtlicher Wert ist. Noch mehr Platz bietet die 4,26 Meter lange Kombiversion des Fabia (700 Euro Aufpreis gegenüber der Schrägheckversion), die mit dem größten Kofferraum im Kleinwagen-Kombisegment aufwartet, nämlich einem Ladevolumen von 530 bis maximal 1395 Liter. Da passt jede Menge rein.

Produziert wird der Fabia im Skoda-Werk Mladá Boleslav, aber auch in Russland und in China. Unterdessen hat Skoda seine Wechselprämie bis 30. April 2019 auf ganz Deutschland ausgeweitet. Zuvor galt diese nur für 15 Städte und deren Großraum. Wer von einem alten Dieselfahrzeug auf einen Skoda mit modernem Antrieb nach Euronorm 6 wechselt, erhält laut Skoda eine Umweltprämie von bis zu 7500 Euro.

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