Beim Baufrühling kommen Handwerker und Besucher ins Gespräch. Foto: Krytzner - Krytzner

Zum zehnten Mal luden Denkendorfer Handwerker und Immobilienfachleute zum „Baufrühling“ ein. Häuslesbesitzer können hier ihr Jahresprogramm besprechen.

DenkendorfPassend zum Start des Denkendorfer „Baufrühlings“ schaltete das Wetter auf Frühling um und die Sonne begleitete die zahlreichen Messebesucher auf das Gelände von Steimer Holz- und Treppenbau. Dort hatten sich zehn Aussteller eingefunden, um den Interessenten persönlich Informationen rund um den Hausbau zu vermitteln. Achim Steimer, Geschäftsführer und Organisator der Messe, zeigte sich zufrieden. „Der Baufrühling findet bereits zum zehnten Mal statt und findet in der Bevölkerung großen Anklang.“

Mit der Messe soll die Aufbruchstimmung bei den Hausbesitzern wachgerüttelt werden. „Die Häuslesbauer überlegen sich meist zum Frühlingsbeginn, was man am Eigenheim noch verbessern oder gar vergrößern könnte“, weiß Steimer. Dazu standen am Sonntag die Aussteller mit Informationen und Anschauungsmaterialien bereit. Handwerksbetriebe, Immobilienmakler, Brandschutzexperten und Pflegedienste versorgten die Messebesucher mit dem gewünschten Wissen. Vor allem bei der Barrierefreiheit und beim Wohnen im Alter hatten die Besucher viele Fragen.

Hier gab es Angebote aus der ganzen Bandbreite des Baubereichs. Angefangen von Kleinstreparaturen bis zur Etagenaufstockung am Wohngebäude. „Die Baukonjunktur läuft auf Hochtouren“, freut sich Achim Steimer, „es ist überall Geld vorhanden und Kredite sind derzeit günstig zu haben.“ Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Messe bekommt Steimer jeweils vom Ortsverband des Bundes der Selbständigen und von der Gemeinde. „Unser Ziel ist es, dass die Hausbesitzer sich auf Messen informieren und die Zusammenhänge der verschiedenen Gewerke erkennen, bevor sie Aufträge erteilen.“ In Denkendorf kooperiert das Handwerk untereinander, wie Steimer bestätigte. „So können wir die Verzahnung anbieten. Bei größeren Projekten kommen dann die Architekten mit ins Boot.“ Derzeit läuft es im Baugewerbe aber gut, allerdings bereitet die Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt Probleme.

Und genau diese Vollbeschäftigung bereitet Achim Steimer gleichzeitig zur Freude über die gute Auftragslage Sorgen: „Wir haben derzeit mehr Aufträge als Mitarbeiter. Mitarbeiter bekommen wir kaum noch.“ Er findet, dass das Handwerk langsam zum Mangelberuf verkommt. „Die Industrie wird für die Lehrstellensuchenden zwar immer attraktiver, aber das Handwerk muss sich nicht verstecken.“ Schließlich könne man hier sehr schnell Verantwortung übernehmen und kreativ sein. „Man muss mit dem Kopf dabei sein.“ Am Baufrühling lagen deshalb verschiedene Broschüren zu den Handwerksberufen aus. „Wir wollen Flagge zeigen und die Frühlingsmesse ist ein klares Zeichen für die Zukunft des Handwerks.“ Für die Kinder gab es die Möglichkeit, zu zeichnen oder Buttons zu basteln, Jugendliche konnten erste Versuche in der Holzarbeit wagen oder mit einem Hammer versuchen, Scheiben einzuschlagen. Die Leichtathleten des TSV Denkendorf verwöhnten die Messebesucher und Aussteller mit Köstlichkeiten vom Grill und aus der Fritteuse.

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