Gesammelte Ideen auf den Plakaten für den Zollernplatz. Quelle: Unbekannt

Auf dem Zollernplatz präsentierte der Bürgertreff Ideen zur Verschönerung des Stadtteils. Die besten Ideen sollen mit der Verwaltung diskutiert werden.

EsslingenDer Zollernplatz fristet schon ein dröges Dasein. Da ist es verständlich, wenn sich die Menschen dort nur kurz aufhalten. Doch dies soll jetzt geändert werden und der Zollernplatz soll attraktiver werden. Dieser Meinung zumindest ist der Bürgerausschuss und er bekam von den Bürgern zahlreiche Unterstützung. Mit einem Flyer und im Internet hatten der Vorsitzende des Bürgerausschusses Esslingen-Zollberg, Peter Zürn, und seine Kollegen die Zollberger aufgerufen, Ideen zu liefern. Und es kam eine beträchtliche Ideensammlung zustande. Rund 40 Ideen zur Verschönerung des Platzes wurden eingereicht. Am elften Bürgertreff, den der Bürgerausschuss gemeinsam mit den Johannitern auf dem Zollernplatz bestritt, wurden die gesammelten Vorschläge vorgestellt und sortiert. Peter Zürn erklärt das Vorgehen seines Ausschusses: „Wir wollen die Bevölkerung in die Gestaltung des Zollernplatzes mit einbinden. Die Teilnehmer am Bürgertreff konnten mit roten Punkten bei den Wünschen eigene Prioritäten setzen.“ Zwar sei die Beteiligung an diesem Tag etwas mäßig, wie Zürn bedauerte, „aber die eingereichten Ideen sind durchaus realisierbar.“ Für den Ausschuss ist dies die Möglichkeit, einen Beitrag für den Stadtteil zu leisten und diesen aktuell zu zeigen und zu präsentieren. Es seien viele verschiedene Themen eingegangen, bei denen eine Realisierung kaum möglich wird. „Wasserspiele wird es auf dem Platz kaum geben, da die Stadt keine neuen Brunnen anlegt.“

Gemeinsame Essenstafel

Die Wünsche der Bürger waren mannigfaltig und dennoch gingen die meisten in eine Richtung: Belebung des Zollernplatzes durch verschiedene Einrichtungen. Ein großer Dorn im Auge ist dabei der Leerstand des ehemaligen Schleckerladens. Es soll wieder ein ähnliches Geschäft rund um den Platz geben. Andere wünschen sich ein Café und eine Eisdiele. Zudem sollen ein Flohmarkt und eine große gemeinsame Essenstafel für mehr Leben auf dem tristen Platz sorgen.

Schulprojekte in Planung

Ganz oben auf der Wunschliste steht allerdings der Wochenmarkt. Dieser Wunsch bekam die meisten „roten Punkte“ beim Bürgertreff. Peter Zürn will noch weiter gehen: „Wir überlegen auch, die Schüler bei der Gestaltung mit einzubinden und eventuell Schulprojekte daraus zu generieren.“ Blumenrabatten und Kübel sollen den Platz „heimeliger“ machen und mehr Mülleimer die nötige Sauberkeit schaffen. Aber auch ein öffentliches Klo steht auf der Ideenliste oder etwa Spielgeräte und Bodenbemalung mit Hüpfspielen. Die Gespräche am Bürgertreff waren intensiv, wie Peter Zürn sich freut. „Die Bürger haben jetzt die Prioritäten gesetzt und wir besprechen diese später mit der Stadtverwaltung.“ Man wolle der Bevölkerung ja deutlich machen, dass der Bürgerausschuss nah an den Menschen ist und die Wünsche und Gedanken auch ernst nimmt. Peter Zürn versprach am Bürgertreff: „Sobald erste Resultate aus den Gesprächen mit der Verwaltung vorliegen, informieren wir über die sozialen Medien.“ Er dämpfte allerdings die erste Euphorie der Ideengeber. „Es muss klar sein, dass die besprochenen Ideen nicht übermorgen umgesetzt sind.“ Allerdings haben die Zollberger nun gemeinsam an der Verschönerung ihres Stadtteils gearbeitet und dem Zollernplatz eine neue Belebung verschafft.

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