Piloten jedes Alters präsentierten am Jägerhaus ihre Flugmodelle und ihr fliegerisches Können. Foto: Sebastian Großhans - Sebastian Großhans

Düsenjäger, Hubschrauber und Segelflugzeuge waren am Wochenende am Esslinger Jägerhaus zu bewundern. Dort lud die Modellfluggruppe Esslingen zu ihren Modellflugtagen ein.

EsslingenEben noch fliegt ein Modellhubschrauber zackig über den Flugplatz am Jägerhaus, und schon wenige Augenblicke später steigt ein Düsenjäger in die Lüfte. Wer ausgeklügelte Technik und kühne Flugmanöver mag, der kam am Wochenende bei den Modellflugtagen der Modellfluggruppe Esslingen (MFG) auf seine Kosten. Auf dem Segelfluggelände brachten die Piloten ihre Maschinen an die Grenzen des Möglichen, und die Zuschauer staunten um die Wette.

Höhepunkte zu benennen fiel Alexander Frey, dem Vorsitzenden der Modellfluggruppe, schwer – schließlich wurde auf dem Segelfluggelände die ganze Bandbreite dieses vielseitigen Hobbys gezeigt. „Highlight ist eigentlich alles“, befand Frey. Und er dachte dabei zum Beispiel an den neunjährigen Felix, der eine Propellermaschine abheben ließ, die größer war als er selbst. Oder an einen Kunstsegler, der mit Farbpatronen für ein visuelles Spektakel sorgte, während Freys Tochter Julia mit einer Freundin dazu live sang. Und natürlich dachte er auch an den 22-jährigen Tobias Warzecha, der demon­strierte, was für verrückte Manöver dank einer Vektorsteuerung möglich sind. Bei dieser Technik ist am Heck des Flugzeugs ein beweglicher Propeller angebracht, der sich in alle Richtungen schwenken lässt. So kann die kleine Maschine wie ein Pfeil über das Flugfeld flitzen, sich aber auch wie ein Kreisel in der Luft drehen. „Um da reinzukommen, brauchte ich schon so etwa 20 Flüge“, erzählte Warzecha.

Die Piloten waren teils von weit her angereist: So, wie die Esslinger bei Veranstaltungen anderer Vereine ihre Maschinen starten, kommen andere Piloten von außerhalb nach Esslingen. Die Modellfliegergemeinschaft ist gut vernetzt. Vor allem den Vereinsmitgliedern Alexander Stobinski und Tim Hackh ist es zu verdanken, dass die Modellflugtage auch internationale Piloten locken. Von den 30 Gastfliegern kommen manche aus Österreich und Italien. „Tim und Alex sind selbst international unterwegs, fliegen manchmal für Firmen und knüpfen so Bekanntschaften“, erzählt Frey. Der Verein nutzte die Flugtage, um ein einsteigerfreundliches Hobby zu präsentieren – zum Beispiel mit einem Stand samt Flugsimulator auf einem Bildschirm und der Vorführung von Einstiegsmodellen, die die MFG zum Reinschnuppern zur Verfügung stellt, bevor man seine eigenen kauft. Der Aufwand für die Modellflugtage ist groß. „Doch wir haben zum Glück hier immer sehr viele Besucher“, freut sich Alexander Frey.

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