Seit Jahren verüben Extremisten immer wieder Anschläge in Tunesien. Meist bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu den Angriffen (Symbolbild). Foto: imago images / Photo12/via www.imago-images.de

Eine mutmaßliche Selbstmordattentäterin hat sich und ihr Baby bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Bergregion Tunesiens nahe der algerischen Grenze getötet.

Tunis - Bei einem Anti-Terror-Einsatz in der Bergregion Tunesiens nahe der algerischen Grenze hat eine mutmaßliche Selbstmordattentäterin sich und ihr Baby getötet. Sicherheitskräfte töteten dort zunächst einen islamistischen Extremisten, wie das Innenministerium mitteilte. Daraufhin habe die Frau, die nicht aus Tunesien stammte, einen Sprengstoffgürtel gezündet und auch ihr Baby dabei getötet. Ihre zweite Tochter habe überlebt. Bei einem zweiten Einsatz sei zudem ein hochrangiger Extremist getötet worden, dessen Gruppe Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe. 

Seit Jahren verüben Extremisten immer wieder Anschläge in Tunesien; dutzende Menschen wurden dabei getötet. Meist bekannte sich der IS zu den Angriffen.

Im März vor knapp einem Jahr starb ein Polizist, als zwei Selbstmordattentäter sich in der Nähe der US-Botschaft in Tunis in die Luft sprengten. Im März 2015 wurden 21 Touristen und ein Polizist getötet, als Bewaffnete das Bardo-Museum in der Hauptstadt angriffen. Drei Monate später wurden 38 Touristen, darunter zwei Deutsche, bei einem Angriff auf ein Hotel in der Küstenstadt Sousse getötet.

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