Warteschlangen und Antragsstau: Nach viel Kritik hat die Stadt Esslingen viele Abläufe im Ausländeramt neu organisiert. Inzwischen hat sich die Situation so verbessert, dass ein interimsweise gebildetes Team zur Aufarbeitung der Altlasten vorzeitig aufgelöst wurde.
Lange Warteschlangen, ein Berg unbearbeiteter Anträge, verzweifelte Menschen, die auf ihre Papiere warteten und keine Antwort bekamen – vor allem im Jahr 2022 hat das Esslinger Ausländeramt für viele Negativschlagzeilen gesorgt. Seitdem hat sich viel getan. Die Stadt hat nach eigenen Angaben nahezu sämtliche Prozesse und Strukturen der Abteilung, die mittlerweile Bürgerservice Einwanderung heißt, auf den Kopf gestellt und überarbeitet. Die Schlagzahl der zu bearbeitenden Anträge wurde deutlich erhöht. In diesem Frühjahr lobten die Stadträtinnen und Stadträte die Fortschritte. Auch viele Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit sprachen von einer Situation, die sich verbessert habe. Warteschlagen vor der Behörde habe es teilweise dennoch gegeben. Nun scheint die Stadt so weit auf dem Laufenden zu sein, dass sogar das sogenannte Rückstauteam beim Bürgerservice Einwanderung Ende April vorzeitig aufgelöst werden konnte. Das hat die Stadt jetzt im Sozialausschuss mitgeteilt. Ursprünglich war davon die Rede, dass die Stellen erst im August auslaufen. Für dieses Team, das im September 2023 gestartet ist, wurden vier befristete Stellen geschaffen. Zwei Beschäftigte arbeiten laut Stadt weiter für den Bürgerservice Einwanderung, zwei haben die Verwaltung verlassen.
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