Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Rust fiel CDU-Landeschef Manuel Hagel mutig dem Kanzler Friedrich Merz in die Parade – und warb für eine härtere Rentenpolitik. Bei den Beamten im Land aber wird der CDU-Hoffnungsträger butterweich. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Die CDU redet gern vom Sparen in öffentlichen Haushalten. Wenn Lobbyisten rufen, handelt die Landtagsfraktion aber anders, kommentiert Reiner Ruf.

Dass CDU-Fraktionschef Manuel Hagel in diesen für Wirtschaft und Gesellschaft schwierigen Zeiten mit einer Arbeitszeitverkürzung für Beamte um die Ecke kommt, macht ratlos. Als Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten stellt er die Überwindung der Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt seiner Kampagne. Als CDU-Landeschef unterstützt er die Rebellion junger Bundestagsabgeordneter gegen das Rentenpaket der Bundesregierung. Damit macht er sich eine Rentenpolitik zu eigen, welche Ältere belastet – und widerlegt den Vorwurf, sich aalglatt aus allen Konflikten herauszuhalten, um niemand zu vergrätzen. Auch wenn es im Rentenstreit auf Hagel nicht ankommt, ist seine Haltung angesichts des Landtagswahlkampfs mutig.

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