Laut RP wird geprüft, ob während der Baustellenzeit der Schwerlastverkehr weiträumiger umgeleitet werden kann und nicht durch Aichtal und Nürtingen. Foto: Markus Brändli

Im August soll der B-297-Tunnel in Neckartailfingen halbseitig gesperrt werden. Nach Kritik aus Nürtingen und Aichtal wird eine andere Umleitung für Lkw geprüft.

Um den Hochwasserschutz entlang des Neckars in Neckartailfingen zu verbessern, plant das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) ab August Bauarbeiten und eine halbseitige Sperrung des B-297-Tunnels. Die geplante Umleitungsstrecke für den Verkehr aus Richtung Tübingen führt durch Aichtal und Nürtingen. Nachdem Kritik aus den beiden Städten laut geworden war, reagiert die Behörde.

Die Rathauschefs aus Nürtingen und Aichtal, Johannes Fridrich und Sebastian Kurz, hatten moniert, dass die zu erwartende zusätzliche Verkehrsbelastung in den Ortsteilen Oberensingen, Aich und Grötzingen für die Infrastruktur sowie für die Anwohner nicht verkraftbar sei. Zudem kritisierten sie, dass sie erst spät von den Plänen erfahren hätten. Fridrich und Kurz forderten, den Verkehr stattdessen durch Neckartailfingen zu führen und eine weiträumige Umleitung für Lkws einzurichten.

Baustart in Neckartailfingen verzögert sich vielleicht

Während der geplanten halbseitigen Sperrung des Tunnels in Neckartailfingen fürchten die Nachbarstädte eine Überbelastung ihrer Infrastruktur und Anwohner. Foto: Markus Brändli

Nach Angaben des Regierungspräsidiums wurde eine Durchleitung des Verkehrs durch die Gemeinde Neckartailfingen unter den Beteiligten aber diskutiert und „wegen der beengten Platzverhältnisse gemeinsam verworfen“. Und eine Verkehrsregelung mit Ampel am Tunnel sei aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht zulässig.

Derzeit gebe es aber seitens des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Überlegungen, ob der Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen nicht über Aichtal, sondern noch weiträumiger über die Autobahn A 8 geführt werden könne, teilt das RP weiter mit. Allerdings könnte sich dadurch der Baubeginn, der ursprünglich auf 4. August terminiert war, nach hinten verschieben – und dadurch ebenfalls das auf Ende Januar 2026 geplante Bauende. Sollte dies der Fall sein, werde das RP die Öffentlichkeit informieren.