Der Bedarf ist unübersehbar: Die Max-Eyth-Straße in Neuhausen wird saniert. Dafür sind zwei Bauabschnitte vorgesehen.. Foto: Ines Rudel

Wegen der S-Bahn-Verlängerung werden die Sanierung und die Verlegung der Wasserleitung an der Max-Eyth-Straße in Neuhausen vorgezogen.

Neuhausen - Die Sanierung der Max-Eyth-Straße ist auf der Prioritätenliste der Gemeinde Neuhausen vorgerückt. Eigentlich hatten sich die Gemeinderäte darauf geeinigt, zunächst die Uhlandstraße auf den ersten Platz zu setzen. Wegen Synergien mit der S-Bahn-Verlängerung wird nun aber die Max-Eyth-Straße vorgezogen. Im Ausschuss für Technik und Umwelt wurde das Projekt jetzt vorgestellt.

An vielen Stellen ist der Belag in der Straße, die im Bereich der künftigen S-Bahn-Verlängerung von Bernhausen nach Neuhausen liegt, marode. Deshalb sieht Bürgermeister Ingo Hacker bei dieser Straße dringenden Handlungsbedarf. Da auch die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) an der Straße arbeiten, setzt die Gemeinde bei den Bauarbeiten auf Synergien.

Noch dieses Jahr soll das Projekt abgeschlossen werden

Der Zeitplan für das Projekt steht bereits: Die Planung von Abschnitt West und Ost der Max-Eyth-Straße soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden – dafür fallen nach Schätzung der Gemeinde etwa 75 000 Euro an. Die Ausschreibung von Teilabschnitt West und die Vergabe sollen bis Anfang 2022 abgeschlossen sein. Der Baubeginn soll dann noch im Frühjahr 2022 sein – der Abschluss der Straßenbauarbeiten ist im selben Jahr geplant.

Wegen des S-Bahn-Baus werden bestehende Leitungen verlegt. Die Wasserleitung bei der Firma Zimmermann sowie Kabeltrassen verlegen die SSB, da das Projekt abhängig ist vom Trassenbau für die S-Bahn. Das soll vermutlich Anfang des Jahres 2023 passieren. Die Decke wird erst eingebaut, wenn die Trassenarbeiten an der S-Bahn fertiggestellt wurden.

Zwei Abschnitte

Die Arbeiten werden in zwei Abschnitten realisiert. Zunächst ist der westliche Teil an der Reihe. Die Baukosten für den 150 Meter langen Abschnitt werden inklusive Nebenkosten auf 490 000 Euro beziffert. Davon entfallen 225 000 Euro auf den Straßenbau, der Kanal soll 145 000 Euro kosten und die Wasserleitung wird mit 70 000 Euro zu Buche schlagen. Welchen Anteil die SSB an der Straßensanierung übernehmen, ist noch offen. Dies ist nach Informationen der Neuhausener Gemeindeverwaltung abhängig vom weiteren Verlauf der Verhandlungen. Die SSB müssten aber anteilig mindestens 42 000 Euro an der Wasserleitung übernehmen; die Anteile am Straßenbau würden voraussichtlich 45 000 Euro betragen. Um die S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen bauen zu können, müssen die SSB die Wasserleitung neu verlegen.

Der östliche Teil ist ebenfalls 150 Meter lang. Die Baukosten werden von den Planern für diesen Teil mit 470 000 Euro jedoch etwas günstiger angegeben. Der Straßenbau soll hier ebenfalls 225 000 Euro kosten; die Kanalarbeiten werden mit 135 000 Euro beziffert. Die neue Wasserleitung soll 60 000 Euro kosten. Wenn beide Bauabschnitte gemeinsam geplant werden, fallen die Baukosten um 20 000 Euro günstiger aus.

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