Die südliche Auffahrt zur Sternkreuzung ist komplett gesperrt. Foto: Maximilian Kroh

Seit Donnerstagnachmittag wird die zentrale Kreuzung in Ludwigsburg umgebaut. Vor allem den Busverkehr traf das hart – was aber nicht nur an der Baustelle lag.

Etwas später als ursprünglich geplant ist am Donnerstagnachmittag der Umbau der Sternkreuzung in Ludwigsburg gestartet. Ab etwa 16 Uhr war der Kreisverkehr dicht, seither regeln Ampeln den Verkehr. Wie erwartet stellten sich im Feierabendverkehr lange Staus ein, vor allem der Busverkehr litt darunter.

Tagsüber war es auf der Sternkreuzung noch ganz ruhig. Zwar waren schon erste Baustellenfahrzeuge und Zäune zu sehen und auch einige Bauarbeiter liefen herum, trotzdem war der Kreisverkehr lange normal befahrbar. „Die Bauunternehmen haben die Vorarbeiten im fließenden Verkehr durchgeführt“, erklärt Ludwigsburgs Mobilitätsbürgermeister Sebastian Mannl. So wurde etwa der provisorische Kreisverkehr abgebaut, während Autos und Busse noch ganz normal daran vorbeifuhren.

Demonstration erschwert Situation

„Für die Verkehrsteilnehmer war das natürlich super, aber ab jetzt ist mit langen Staus zu rechnen“, so Mannl. Die gab es am Donnerstagabend auch direkt, pünktlich zum Start des Feierabendverkehrs wurden die Baustellenampeln eingeschaltet, die zukünftig den Verkehr regeln. Besonders hart trafen die Staus die Busse – vor allem, weil sich am Abend auf dem Marktplatz wieder prokurdische Demonstranten versammelten. „Da mussten die Busse dann auch noch außen rum, das ist wenig überraschend im Chaos geendet“, sagt Frank Metzger, Betriebsleiter bei LVL Jäger.

Am Nachmittag wurden die Baustellenampeln installiert. Foto: Maximilian Kroh

Zudem fiel Metzger auf, dass in der Schorndorfer Straße die Haltelinie für Autos zu nah an der Kreuzung liegt, so kamen die Busse nur schwer vorbei. Er stehe deshalb schon in Kontakt mit der Stadt und hoffe, dass die Linie demnächst zurückversetzt wird. „Es war klar, dass für die ersten drei bis fünf Tage nicht alles funktionieren wird“, sagt der Betriebsleiter. „Dann haben die meisten kapiert, dass sie die Kreuzung meiden sollten.“

Die Stadt Ludwigsburg rät dazu, die Kreuzung möglichst weiträumig zu umfahren. Vier Monate soll in diesem ersten, größten Bauabschnitt gearbeitet werden. Daran soll sich auch nichts ändern, obwohl die Arbeiten wegen des Wetters erst anderthalb Wochen später beginnen konnten als ursprünglich geplant. „Der Zeitplan ist sportlich, wir werden sehen, ob alles klappt“, sagt Sebastian Mannl. „Die Motivation ist auf jeden Fall da.“