Seit April 2024 ist die Ludwigsburger Straße in Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg) eine Baustelle. Nun ist das Ende absehbar. Die Arbeiten waren eine Herausforderung.
Noch verlegen Arbeiter Leerrohre auf der Kreuzung Pflugfelder/Ludwigsburger Straße, aber laut Dirk Maisenhölder ist das Ende der Baustelle absehbar. Der Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Grünflächen im Kornwestheimer Rathaus ist zufrieden mit dem Bauverlauf der Verbindungsstraße nach Ludwigsburg. Ende September soll die Strecke wieder komplett befahrbar sein.
Der untere Teil hin zum Wette-Center hin ist schon fertiggestellt. Am sichtbarsten ist die Veränderung dort durch den Wegfall von 33 Parkplätzen. Die Straße wirkt nun viel breiter, hat an beiden Seiten aber einen durchgängigen Fahrradstreifen.
Weiterhin gesperrt ist die Allee. Laut Bauleiter Wolfgang Plitzko dürften die Arbeiten dort aber auch in vier bis fünf Wochen abgeschlossen sein. „Wir hatten jetzt einige Schlechtwettertage, deshalb werden wir nicht schneller als geplant fertig“, sagt Plitzko. Seit April 2024 ist die Strecke in Richtung Wüstenrot gesperrt.
Auch wenn noch einige Arbeiten, unter anderem am Belag ausstehen, zeigt ein Besuch auf der Baustelle die Herausforderungen, die Plitzko und die Arbeiter meistern mussten. „Um das Gebiet ,Nördlich Zügelstraße’ zu erschließen haben wir neue Bushaltestellen erreichtet“, erklärt Maisenhölder. Da diese aber außerorts sind, hätten sie eigentlich an eine Haltebucht gehört. „Buchten waren aber wegen der Bäume in der Allee nicht möglich“, sagt Maisenhölder.
Fahrbahntrenner auf der Straße sollen Überholen verhindern
Man brauchte also eine spezielle Erlaubnis, die Haltestellen direkt an der Straße zu errichten. Dafür musste das Regierungspräsidium Stuttgart die zulässige Höchstgeschwindigkeit dort von 70 auf 50 Stundenkilometer reduzieren. Die neuen Haltestellenhäuschen stehen schon. Sie sind auf dem Dach begrünt.
Auffälliger als die begrünten Wartehäuschen sind aber die beiden 22 Meter langen und schätzungsweise 30 bis 40 Zentimeter hohen Fahrbahntrenner. Sie sollen ein Überholen an der Bushaltestelle verhindern. „Um als Verkehrsinseln durchzugehen, sind sie zu schmal, daher dienen sie auch nicht als Querungshilfen“, sagt Maisenhölder.
Erdreich musste mit einem Sauger vorsichtig abgetragen werden
Die Fahrbahntrenner fallen auf jeden Fall als eine Besonderheit ins Auge. Es bleibt wohl abzuwarten, wie Autofahrer damit umgehen werden. Maisenhölder sieht jedenfalls keine gesteigerte Unfallgefahr durch die Bauten. Im Gegenteil böten sie Sicherheit, auch für die Fußgängerampel, die zwischen den Bushaltestellen liegt.
Aber die Haltestellen waren nicht das einzige Herausfordernde an Baustelle. Um die Wurzeln der jahrhundertealten Bäume nicht zu beschädigten durfte bei den Arbeiten kein Bagger eingesetzt werden. Mit einem großen Sauger wurde Erde vorsichtig abgesaugt und so das Wurzelwerk freigelegt. „Ein Gutachter hat darauf geachtet, dass keine Bäume beschädigt wurden“, sagt Plitzko.
Auf dem Abschnitt in der Allee fehlt unter anderem noch die Fußgängerampel, die demnächst installiert werden soll. Mit dem Aufbringen des neuen Belags soll die Baustelle dann in vier bis fünf Wochen enden und im Anschluss der Verkehr wieder freigegeben werden. Dann werden voraussichtlich auch die beiden neuen Bushaltestelle angefahren.