Eine Frau trauert am 16.11.2015 vor dem Musikklub „Bataclan“ in Paris. Foto: dpa/Marius Becker

Obwohl das Pariser Gericht beim Mammutprozess zum Terroranschlag vom Bataclan wenige Antworten findet, fällt es eine sehr harte Strafe. Das hat gute Gründe, kommentiert unser Korrespondent Stefan Brändle.

Der Prozess gegen die Komplizen der Bataclan-Anschläge von 2015 endet mit harten Urteilen. Der Hauptangeklagte Salah Abdeslam erhält die in Frankreich sehr selten ausgesprochene Maximalstrafe: lebenslänglich ohne Möglichkeit frühzeitiger Entlassung. Hart erscheint das Urteil deswegen, weil in Frankreich nicht mal Mörder so bestraft werden; und Abdeslam hatte niemanden ermordet, nicht einmal geschossen. Daher die Vermutung: Der manipulierbare Mitläufer Abdeslam zahlt indirekt auch für die Terroristen, die sich in die Luft gesprengt hatten.

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