Balluff wird die Fertigung am Stammsitz in Neuhausen ins Ausland verlegen. Foto: Balluff

Die Firma Balluff in Neuhausen hat angekündigt, die Fertigung nach China und Ungarn zu verlagern. Die Mitarbeiter vor Ort sind schockiert und wollen um ihre Arbeitsplätze kämpfen. Rund 200 Stellen sollen allein am Stammsitz wegfallen.

Neuhausen - Die Leute sind ziemlich geschockt“, beschreibt Gewerkschaftssekretärin Monica Wüllner die Stimmungslage bei Balluff. Wie berichtet, hat das Unternehmen am Donnerstag angekündigt, die Fertigung am Stammsitz in Neuhausen zu schließen und nach Ungarn und China zu verlegen. Rund 200 der mehr als 1000 Stellen fallen so weg. „Die Betroffenheit bei den Mitarbeitern ist sehr groß“, so Wüllner, „gleichzeitig gibt es ein unglaubliches Bedürfnis, für die Arbeitsplätze zu kämpfen.“ Und das hat die Belegschaft am Montag auch sofort mit einer Kundgebung vor dem Betrieb unter Beweis gestellt, die von der IG Metall sehr spontan einberufen worden war. Mitgemacht haben laut Wüllner rund 100 Beschäftigte. Die Teilnehmerzahl klingt nur auf den ersten Blick gering. Die meisten Mitarbeiter sind derzeit im Homeoffice, vor Ort ist nur rund ein Drittel der Belegschaft. Der Betriebsrat hat gestern außerdem zu zwei Abteilungsversammlungen eingeladen. Denn als die Hiobsbotschaft vergangene Woche von der Geschäftsleitung mitgeteilt wurde, habe der Betriebsrat laut Wüllner bewusst nicht teilgenommen, um so zu signalisieren, dass er nicht hinter der Umstrukturierung steht.

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