Normalerweise wird „Schwanensee“ auf der Bühne aufgeführt – eine russische Ballerina verlegte ihre Performance auf das Eis. Foto: dpa/Claudia Esch-Kenkel

In der Bucht von Batareynaya hat die Tänzerin Ilmira Bagautdinova das Ballett „Schwanensee“ aufgeführt. Mit ihrer Performance protestierte sie gegen den Bau eines Hafenterminals, unter dem Umwelt und Tiere zu leiden hätten.

St. Petersburg - Eigentlich tanzt Ilmira Bagautdinova auf der Bühne des berühmten Maarinski-Theaters in Sankt Petersburg. Für einen besonderen Zweck führte sie nun jedoch eine Performance von Tschaikowskis „Schwanensee“ auf dem Eis der Bucht von Batareynaya auf. Bei Minustemperaturen wollte sie auf diese Weise gegen den Bau eines Hafensterminals protestierten, das dort im finnischen Meerbusen entstehen soll. Da an diesem Ort Schwäne leben, kam die Tänzerin laut RTL auf die Idee, in der Bucht im Kostüm „Schwanensee“ zu tanzen und das Video zu veröffentlichen. Ausschnitte ihres Auftrittes auf dem Eis sind auf dem Instagram-Account der Tänzerin zu sehen.

Tanzeinlage dient als Hilferuf für die Natur

Unter einem Instagram-Post ihrer Aufführung erklärt Ilmira Bagautdinova, dass der Erhalt der Bucht wichtig sei, da dort unter anderem Schwäne nisten sowie alte Eichen und Kiefern wachsen. Viele Menschen würden das Gebiet auch am Wochenende zur Erholung besuchen. Wie RTL berichtet, bezeichnete die russische Tänzerin ihre Performance als „Hilferuf“. Viele Menschen würden sich sowohl um die Bucht und die Umwelt des Golfes von Finnland, aber auch um die Sauberkeit des Trinkwassers Sorgen machen. Durch das Hafenterminal wird laut der BBC auch der Lebensraum vieler Tiere zerstört.

Die Ballerina fordert ihre Follower dazu auf, eine Petition gegen den Bau zu unterzeichnen. Auf russisch wendet sich diese Petition vor allem an Wladimir Putin und verlangt von ihm, die Zerstörung der Küste zu stoppen. Vor allem die seltenen Tierarten, die dort leben, sollen geschützt werden. Bereits 7.500 Menschen kamen Bagautdinovas Aufruf nach und unterstützen die Petition.

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