Die Pegel der Seen im Tiefenbachtal in Rohracker sind niedrig, und auch der Bußbach führt in seiner Rinne kaum Wasser. Foto: /Sebastian Steegmüller

Temperaturen um 30 Grad Celsius, seit Wochen kaum Regen. Viele Stuttgarter Bäche sind nur noch Rinnsale, Seen verlanden. Das hat Folgen für Amphibien und Wasserinsekten.

Wer mit geöffneten Augen durch Stuttgarts Wälder und Täler spaziert, entdeckt die Folgen der anhaltenden Trockenheit: Viele Bäche sind Rinnsale, manche Bachläufe ausgetrocknet, große Seen zu Tümpeln verkommen. Ein trostloser Anblick. Biologen und Naturschützer schmerzt der Anblick noch stärker. „Viele im oder am Wasser lebende Tiere erleben zurzeit eine extreme Stresssituation. Einige eh schon selten gewordene Arten werden durch die Trockenheit noch stärker gefährdet“, sagt Wolf-Dietrich Paul, Vorstandsmitglied des BUND Stuttgart. Als ehemaliger Mitarbeiter des Stuttgarter Umweltamts kennt er die Stuttgarter Gewässer und Klingen seit Jahrzehnten. Mit Besorgnis registriert der Uhlbacher, dass etliche Bäche in den Oberen Neckarvororten kaum mehr Wasser führen: Am Hundefriedhof fällt der Hedelfinger Katzenbach nur noch tröpfchenweise über die kleine Staustufe, und im Neckarersatzbach steht das Wasser unbewegt im Bachbett. Auf den Fildern oder im Stuttgarter Norden sieht es nicht besser aus. Der Oberlauf der Körsch ist fast ausgetrocknet, der Lindenbach in Weilimdorf verdient das Wort Gewässer nicht mehr. „Dabei hängen viele Tiere und Pflanzen vom Wasser ab. Es ist lebensnotwendig“, sagt Michael Eick, der Leiter der Umweltakademie Stuttgart.

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