Nach über drei Jahren wurden am Freitag die Ermittlungen zu dem gestohlenen Diadem der Großherzogin Hilda von Baden eingestellt. Foto: dpa/Fotoatelier Blm

Vor drei Jahren wurde das Diadem im Wert von rund 1,2 Millionen Euro aus dem Badischen Landesmuseum gestohlen. Bereits ein halbes Jahr zuvor hatten Diebe ein wertvolles Ausstellungsstück gestohlen.

Karlsruhe - Die Suche nach einem wertvollen gestohlenen Diadem aus dem Badischen Landesmuseum ist nach mehr als drei Jahre eingestellt worden. „Der oder die Täter konnte nicht ermittelt werden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe. Das geschätzt 1,2 Millionen Euro teure Schmuckstück aus dem Besitz der Großherzogin Hilda von Baden (1864-1952) sei wahrscheinlich bereits zerlegt, verwertet und umgearbeitet worden. „Der Verdacht ist da, dass es nicht mehr in dieser Form existiert“, sagte der Staatsanwalt. Zuerst hatten die „Badischen Neuesten Nachrichten“ am Freitag über die Einstellung der Ermittlungen berichtet.

Diebstahl erst Tage später bemerkt

Das Diadem war wahrscheinlich am 21. April aus dem Thronsaal gestohlen worden, den Diebstahl hatten Museumsmitarbeiter aber erst mehrere Tage später bemerkt und gemeldet. Nach früheren Angaben der Museumsleitung war angenommen worden, das Schmuckstück sei zu Reinigungs- oder Reparaturarbeiten entnommen worden. Erfolglos waren daraufhin zahlreiche Hinweise verfolgt und Berichte ausgewertet worden.

Nicht der einzige unaufgeklärte Diebstahl: Ein halbes Jahr zuvor war schon eine wertvolle Elfenbein-Barockschnitzerei des Künstlers Leonhard Kern aus dem Museum abhandengekommen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: