Getrübte Sicht am Dienstagmorgen: Weil Verkehrsteilnehmende im Engelbergtunnel kaum mehr etwas sehen, muss die Oströhre für rund 30 Minuten gesperrt werden.
Eine gemeldete Sichttrübung in der Oströhre des Engelbergtunnels hat am Dienstagmorgen eine knapp halbstündige Sperrung der Richtungsfahrbahn Heilbronn zu Folge gehabt.
Es ist die nächste Meldung, bei der Baden-Württembergs längster und verkehrsreichster Autobahntunnel im Mittelpunkt steht. In der Nacht von Sonntag auf Montag hatte dort ein Audifahrer einen bemerkenswerten Unfall verursacht.
Gegen 10.20 Uhr war offenbar gemeldet worden, dass in der Oströhre eine „Eintrübung der Sichtweite aus unbekannter Ursache“ vorhanden sei. Daraufhin wurden die Feuerwehren Leonberg und Gerlingen sowie Kräfte des Rettungsdienstes alarmiert. Die Leonberger Brandschützer kontrollierten die Röhre, sie konnten jedoch weder Rauch noch Feuer feststellen.
Im Nachgang kursierten Vermutungen, dass bei den laufenden Bauarbeiten im Tunnel größere Mengen Staub aufgewirbelt worden sein könnten. Petra Hentschel, Pressesprecherin der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest, bestätigte dies auf Nachfrage: „Die Sperrung dauerte von 10.20 bis 10.47 Uhr.“ Im Rahmen der laufenden Maßnahme am Engelbergtunnel hätten zur Durchführung bestimmter Arbeiten die sogenannten Sichttrübesensoren deaktiviert werden müssen. „Dies wurde versehentlich nicht gemacht.“
Nach knapp einer halben Stunde konnte der Verkehr wieder freigegeben werden. Bis dahin hatte sich bereits ein Stau von drei bis vier Kilometern Länge gebildet.