Die große Metall-Plastik „Wreck“, die in Klein-Venedig im Esslinger Rossneckar gestrandet ist, erinnert an all jene Menschen, die per Boot ihr Heil in der Flucht suchen. Foto:  

Der Esslinger Zeichner, Maler und Bildhauer Bertl Zagst setzt auf Materialien, die eine Geschichte haben. Seine Bildideen um gesellschaftliche Entwicklungen entstehen in einem konzeptionellen Prozess. Aktuell sind seine Arbeiten in drei Ausstellungen zu sehen.

Auf unberührtem weißem Papier arbeitet Bertl Zagst nicht gerne. Viel lieber sind ihm collagierte Seiten, übereinander geklebte Briefumschläge, gewellte Blätter, Folien, Textilien oder alte Holzbrettchen: Im Malprozess schätzt der Esslinger Künstler den Impuls des Materials und einen Widerstand, der ihn herausfordert: „Wenn die Struktur eine Längsrichtung vorgibt, muss ich quer oder diagonal dagegenhalten.“ Wenn Farbschmierereien das Blatt zieren, baut er sie als Struktur ein. Wenn Falze die Seite knicken, nimmt er diesen Rhythmus auf. Wenn eine Fuge, ein Astloch oder ein Nagel das Holz prägen, nutzt er das als Inspiration.

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