Das Architekturmodell zeigt: Beim Bau der Nummer 20 waren im Jahr 1550 in Waiblingen Profis am Werk. Foto: Gottfried Stoppel

Von der Bruchbude zum Schmuckstück: Eine Ausstellung in Waiblingen verrät, was das älteste Haus der Stadt alles mitgemacht hat – und welches Gebäude ihm den Titel nun streitig macht.

Zu der Zeit, als Giovanni Faiella seinen Vornamen in den hellblauen Putz der Zimmerwand ritzt, ist das Haus mit der Nummer 20 eine abrissreife Bruchbude. Anfang der 1970er Jahre dient das baufällige Fachwerkgebäude in der Waiblinger Weingärtner Vorstadt sogenannten Gastarbeitern als Bleibe. Bis zu 15 Männer aus Italien, Spanien und Griechenland wohnen damals gleichzeitig in dem heruntergekommenen Bau an der Rems. Zu ihnen gehörte Giovanni Faiella, dessen Namen Besucher bis heute an der Wand des Hauses Weingärtner Vorstadt 20 entdecken können, und zwar ziemlich weit oben, denn Faiella schlief in einem Stockbett.

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