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Der HVW setzt den kompletten Spielbetrieb aus. Auf dem Verbandstag soll das weitere Vorgehen beschlossen werden.

Esslingen - Es war am Ende keine Überraschung mehr und die logische Konsequenz aus den vielen Spielabsagen der vergangenen Wochen: Der Handball-Verband Württemberg (HVW) hat am Mittwoch den Spielbetrieb bis Ende November ausgesetzt. Zuletzt hatte es im Verbandsgebiet ein sehr uneinheitliches Bild von Spielen mit Zuschauern, Begegnungen ohne Fans und immer mehr Absagen vonseiten der Vereine gegeben, vor allem im Jugendbereich. Viele Clubs hatten den Trainings- und Spielbetrieb komplett eingestellt.

Das weitere Vorgehen soll auf dem Verbandstag am 28. November beschlossen werden, der zunächst in Nürtingen geplant war und nun virtuellstattfinden wird. Nicht betroffen von der Generalabsetzung sind die Ligen, die außerhalb des HVW-Bereichs spielen, also etwa die 3. Liga mit den Männern des TV Plochingen sowie den Frauen des TV Nellingen und des TSV Wolfschlugen. Die Plochinger treten am Sonntag in Willstätt und die Nellingerinnen zum Derby gegen die TuS Metzingen an, die Wolfschlugenerinnen haben regulär spielfrei. Unter den Teams der Baden-Württemberg Oberliga, zu denen der TSV Neuhausen zählt, gab es in den vergangenen Tagen eine Umfrage der drei betroffenen Landesverbände aus Württemberg, Baden und Südbaden. Ob gespielt wird, sollte am späten Mittwochabend festgelegt werden.

Der HVW kam mit seiner Entscheidung den Beschlüssen der Politik zuvor, reagierte aber ohnehin vor allem auf die Entwicklung des eigenen Spielbetriebs. Wie andere Fachverbände reagieren, ist noch offen. Beim Württembergischen Fußball-Verband (WFV) ging die Tendenz am Mittwoch dahin, die für das kommende Wochenende angesetzten Begegnungen stattfinden zu lassen – die in Berlin beschlossenen verschärften Regeln gelten erst ab Montag.

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