Zum 1. Juli soll der Bootsverleih am See auf Monrepos eingestellt werden. Der Ludwigsburger Oberbürgermeister Matthias Knecht will vermitteln und hofft auf ein Einlenken der Hofkammer des Hauses Württemberg, die den Pachtvertrag für den Verleiher nicht verlängert.
Oberbürgermeister Matthias Knecht hat kein Verständnis für die Entscheidung der Hofkammer des Hauses Württemberg, den Pachtvertrag mit dem Bootsverleiher Thomas Leitz nicht zu verlängern. Stand jetzt soll am Monrepos-See von Juli an keine Bootsfahrt mehr möglich sein. Darüber hatte die Hofkammer am Mittwoch in einer Pressemitteilung informiert.
Über die Presse hatte dann auch Ludwigsburgs Verwaltungschef die Entscheidung erfahren. „Ich bin überrascht worden“, sagt Knecht im Gespräch mit unserer Zeitung. „Für mich ist das sehr traurig, denn als Kind bin ich mit meiner Oma auf dem See geschippert“, erinnert er sich.
Ein Bootsverleih gehöre zu Monrepos, betont Knecht. „Er ist aus meiner Sicht unverzichtbar.“ Nicht nur, weil er den touristischen Mehrwert erhöht. „Es nist traurig, dass man künftig nur noch am Rande des Sees spazieren gehen kann.“
Die Hofkammer trage eine große Verantwortung für das große Areal. Die Domäne Monrepos umfasst eine 250 Hektar große Parklandschaft und befindet sich im Besitz des Hauses Württemberg. „Das ist eine finanzielle und wirtschaftliche Herausforderung für die ich Verständnis habe, dennoch halte ich die Vorgehensweise für schwierig“, übt Knecht Kritik.
Doch vielleicht kann das Ruder ja noch einmal herumgerissen werden. Der Ludwigsburger Rathauschef will jedenfalls das Gespräch mit der Hofkammer suchen. Dazu hat ihn auch der Stadtteilausschuss Eglosheim aufgefordert. „Dort ist man auch entsetzt“, sagt Knecht.