An diesem Sonntag, 2. November, öffnet das Museumsdorf in Beuren (Kreis Esslingen) zum letzten Mal in diesem Jahr. Zum Saisonende wird zu einer symbolischen Aktion eingeladen.
Wie schnell doch sieben Monate vergehen: Am Sonntag, 2. November, endet die Saison im Freilichtmuseum Beuren. Das Team um die neue Museumsleiterin Petra Naumann verabschiedet sich mit einem besonderen Ritual in die Winterpause: Getreu dem Motto „Der Letzte macht das Licht aus“ schließen Mitarbeitende und Gäste symbolisch die Türen einiger Häuser ab.
Das Programm am letzten Tag im Museumsdorf beginnt um 13 Uhr. Besucher sind zur Verkostung von hausgemachte Bratäpfel eingeladen – das Obst stammt von den eigenen Streuobstwiesen. Begleitet wird das kulinarische Erlebnis durch eine Wirtshausmusik aus dem 19. Jahrhundert von der Gruppe „Nachtschwärmer“. Um 15 Uhr werden die Tiere des Museums öffentlich gefüttert, kleine und große Besucher können hautnah dabei sein.
Freilichtmuseum Beuren: Mit Taschenlampenführung wird Saison beendet
Bei Einsetzen der Dämmerung gegen 17 Uhr heißt es schließlich „Ade“ für dieses Jahr. Eine Taschenlampenführung startet vom Öschelbronner Platz aus zu einer letzten Runde durch das Museumsdorf. Gemeinsam werden dabei die Türen einiger Museumshäuser abgeschlossen – erst im kommenden Frühjahr öffnen sie wieder für die Öffentlichkeit.
Das Team des Freilichtmuseums legt in den nächsten Monaten aber keineswegs die Hände in den Schoß. Die Vorbereitungen für die nächste Saison laufen bereits, auch 2026 wird der Veranstaltungskalender prall gefüllt sein. Schließlich gilt es, an eine erfolgreiche Saison anzuknüpfen: Nach Angaben von Petra Naumann, die im März die Nachfolge von Steffi Cornelius an der Spitze der Kultureinrichtung des Landkreises Esslingen angetreten hatte, haben in diesem Jahr mehr als 75 000 Gäste das Museumsdorf besucht. Einer der Gründe dafür dürfte der neue Spielplatz sein, der viele Familien anlockt.
Neue Gastronomie-Lösung für Freilichtmuseum Beuren in Sicht
Auch an einer Lösung für die Museumsgastronomie wird gearbeitet. Zum Beginn der diesjährigen Saison hatte sich überraschend eine Lücke aufgetan, weil der Pächter den Vertrag vorzeitig beendet hatte. Kurzfristig sprangen die Beurener Gastronomen Luise Rohner und Emre Demiryüleyen ein, aber nur für drei Monate. Ab August wurde der Café-Betrieb schließlich von vier Museumsmitarbeitenden organisiert. Im nächsten Jahr soll es laut Naumann aber wieder einen Anbieter von außerhalb geben.