Beim Auftakt in die Bundesliga-Saison haben die Kampfsportler des KSV Esslingen gegen Sindelfingen ihr Potenzial gezeigt. Sie gewinnen 14:0.
Besser hätte der Start in die Bundesligasaison für die Judokas des KSV Esslingen nicht laufen können. Mehr als deutlich, mit 14:0, haben die Kampfsportler in der heimischen KSV-Arena in Mettingen den VfL Sindelfingen besiegt. „Das war absolut ein super Auftakt“, sagte der Esslinger Coach Carsten Finkbeiner stolz. Besonders die Neuzugänge hätten sich stark präsentiert – und sich vor allem schon gut in die Mannschaft eingegliedert.
Auch wenn die Zahl der Zuschauer recht überschaubar war, herrschte eine gute Stimmung. Und das ging auch gar nicht anders, denn bereits in der ersten Runde wurde schnell klar, dass die Esslinger in einer guten Verfassung sind. Ihrer Favoritenrolle wurden sie mehr als gerecht. Als erster betrat Fabian Kansy die Matten, einer der neuen Kämpfer des KSV. Gegen Sindelfingens Marius Kölbinger zeigte er, dass er nicht zu Unrecht bei den Europameisterschaften der U23 den dritten Platz belegt hat. Auch Jano Rübo, der amtierende deutsche Vizemeister, überzeugte in der vierten Begegnung des Tages. Er erzielte einen Ippon, als er VfL-Kämpfer Rokuya Lehnert zu Boden schickte. Mit einem beeindruckenden Wurf gelang auch Neuzugang David Ickes direkt im Anschluss ein Ippon – nach nur 47 Sekunden.
Trainer ist „rundum glücklich“
Das ist für Carsten Finkbeiner vor allem deshalb erfreulich, weil eine seiner wichtigsten Aufgaben zurzeit darin besteht, aus den Sportlern eine Mannschaft zu formen. Einige erfahrene Kämpfer haben ihre Karriere beendet, und diese Lücken wurden von jungen Kämpfern wie Kansy, Ickes und Rübo gefüllt. „Der erste Kampftag war eine Bestätigung, dass die Jungs gut zusammenpassen“, sagte der Coach.
Auch in Runde zwei ließen die Esslinger nicht locker, obgleich schnell feststand, dass der Sieg sicher ist. Besonders stark trat dabei der Esslinger Niederländer Noel van’t End auf. Im ersten Kampf des zweiten Durchgangs schickte er Sindelfingens Fabio Spinder auf die Matten und machte damit den Deckel drauf, 8:0 stand es dann. „Ich bin rundum glücklich“, sagte Finkbeiner.
Dass der Auftakt gelingt, war für die Esslinger mental enorm wichtig. In der vergangenen Saison hatten die Judokas beim Saisonstart, ebenfalls gegen Sindelfingen, einige Probleme. Das lag vor allem an den zahlreichen Verletzten im Team. Damals endete die Begegnung gegen den VfL mit einem Unentschieden. Derzeit ist die personelle Lage deutlich besser. Nach dem guten Start ist Finkbeiner guter Dinge, er sieht das Potenzial im Team. Das will die Mannschaft auch beim nächsten Kampftag gegen den Erzrivalen TSV Abensberg wieder zeigen.
Esslingen – Sindelfingen, Runde 1: 1:0 Kansy – Kölbinger (10:0), 2:0 Heyer – Koch (7:0), 3:0 Korrel – Ruhland (10:0), 4:0 Rübo – Lehnert (10:0), 5:0 Ickes – Schmitt (10:0), 6:0 Daniel Udsilauri – Goldhammer (7:0), 7:0 de Wit – Harsch (10:0).
Runde 2: 8:0 van’t End – Spinder (10:0), 9:0 Heyder – Koch (10:0), 10:0 George Udsilauri – Kölbinger (10:0), 11:0 Märkt – Lehnert (7:0), 12:0 Ickes – Behr (10:0), 13:0 Heinle – Marat Pak (10:0), 14:0 Dzavbatyrov – Harsch (10:0).