Robert Ader hat in der Porsche AG seit 2001 bereits einige Stationen durchlaufen und vertritt künftig den Sportwagenhersteller im VfB-Aufsichtsrat. Foto: Porsche

Der 50-Jährige erhält einen Sitz im Kontrollgremium des Pokalsiegers. Mit dem Fußball verbindet den Topmanager dabei einiges.

Sein Herz hängt am Fußball. Von Jugendtagen an. So hat Robert Ader, der in Mainz aufgewachsen ist, lange den FSV Mainz 05 auf seinem sportlichem Weg von der Oberliga bis in die Bundesliga als Zuschauer begleitet. Doch seit 2001 arbeitet der Marketing- und Vertriebsexperte nicht nur bei der Porsche AG, sondern er lebt mit seiner Familie auch in Stuttgart – und seither geht er regelmäßig zum VfB. Nun verbindet sich die berufliche Aufgabe mit der privaten Leidenschaft, denn der 50-Jährige erhält einen Sitz im Aufsichtsrat des Pokalsiegers.

Ader wird Lutz Meschkes Nachfolger im Kontrollgremium der VfB AG. Der Sportwagenhersteller entsendet den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Porsche Deutschland GmbH in den Aufsichtsrat. Der Produktionsvorstand Albrecht Reimold bleibt weiterhin am Ball und soll für den scheidenden Meschke in den Präsidialausschuss aufrücken. Aders Wahl ist mittlerweile, wie zuvor von unserer Redaktion exklusiv berichtet, offiziell bestätigt.

Als Marketingleiter hatte Ader allerdings auch schon vor seinem Mandat im Aufsichtsrat mit dem Traditionsverein von 1893 zu tun – zum Beispiel beim Sponsoring (Bandenwerbung mit „911 Freunde müsst ihr sein“). Die Namensgebung beim exquisiten Porsche Tunnel Club nach dem Umbau des Stadions lief ebenfalls unter der Verantwortlichkeit des passionierten Golfers. Zudem soll Ader die Fankultur in der Cannstatter Kurve nicht fremd sein, da ein Teil seines Freundeskreises dort steht.

Doch letztlich geht es für den gebürtigen Essener darum, sich mit seiner Expertise im VfB-Aufsichtsrat einzubringen. Erfahrungen bringt der Betriebswirt reichlich mit. Ader hat in Aachen und Sydney studiert. Nach seinem Einstieg bei Porsche absolvierte er mehrere internationale Stationen in Vertrieb und Marketing, ehe er 2020 die Leitung des globalen Marketingbereichs übernahm. Fünf Jahre verantwortete er das Ganze. Und seit Mai diesen Jahres ist Eder der CEO von Porsche Deutschland.