Julia Theermann Foto: Roberto Bulgrin

EZ-Reporterin Julia Theermann hat auf dem Weg zur Arbeit eine neue Art der Geschwindigkeitsmessung am Straßenrand entdeckt.

Esslingen - Darauf, dass Autofahrer sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten, achten neben „Blitzern“ und Polizisten offenbar jetzt auch Hilfssheriffs. Neulich morgens fuhr die Schreiberin dieser Zeilen eine 30er-Zone entlang – natürlich mit einer Geschwindigkeit zwischen 30 und 40 Kilometern pro Stunde – als ihr ein älterer Herr auffiel, der sich am Straßenrand neben einer Geschwindigkeitsschwelle postiert hatte. Er ruderte mit einem Arm, machte eine abwinkende Geste gegenüber dem Autofahrer vor der Autorin. Die andere Hand hielt einen Gehstock. Ob der Mann signalisierte, Hilfe zu brauchen, fragte sich die Autorin und nahm den Fuß vom Gas. Prompt suchte der Mann den Augenkontakt und zeigte ihr mit einem Lächeln den Daumen nach oben. Offenbar hatte es sich der Mann zur Aufgabe gemacht, zu kontrollieren, ob die Autofahrer wirklich mit Tempo 30 fahren und vor der Schwelle abbremsen.

Die Schreiberin der Zeilen fuhr mit dem guten Gewissen davon, dem Mann durch die Einhaltung der Verkehrsregeln etwas Zufriedenheit gegeben zu haben. Sie fragt sich, wie viele Fahrer wohl an diesem Tag bei seinem Test durchgefallen sind – und ob er sich die Kennzeichen gemerkt hat.

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