Wer nicht gerne Rasen mäht, kann die Arbeit einem Mähroboter überlassen. Foto: Bail - Bail

Ungefähr 3000 Interessierte besuchten die Messe und ließen sich vom vielfältigen Angebot beeindrucken.

WernauEtwa 3000 Besucher ließen sich am Wochenende bei der Messe „Wernau erleben“ von Händlern, Handwerkern und Dienstleistern informieren. 60 Aussteller, überwiegend aus der Region, präsentierten im Eisstadion eine große Auswahl an Produkten und Leistungen. Die Verbrauchermesse fand zum fünften Mal statt. Ein buntes Rahmenprogramm mit Vorträgen und Präsentationen, Musik vom Bläserensemble des Musikvereins Stadtkapelle Wernau, Getränke und herzhafte Speisen machten die Leistungsschau zu einem Ereignis für die ganze Familie. Messeschwerpunkte waren Haus und Energie, Sport und Gesundheit sowie Freizeit und Reisen. Zudem gab es einen Autosalon, der über aktuelle Fahrzeugtrends informierte, und den „Marktplatz der Region“.

Bei der Eröffnung betonte der stellvertretende Wernauer Bürgermeister Bernhard Adolf, das Motto der Messe, die alle zwei Jahre veranstaltet wird: „aus der Region für die Region“. Heiko Isensee, Vorsitzender des Bundes der Selbstständigen (BdS), nannte die Stärkung und Unterstützung der lokalen Betriebe und Unternehmen als erklärtes Ziel des BdS. Schließlich hat gerade in der digitalisierten Einkaufswelt der direkte Kontakt zum Dienstleister, Händler oder Handwerker eine sehr persönliche Note. Nach der Devise, „gemeinsam sind wir stark“ punkteten 16 örtliche Unternehmer am gemeinsamen BdS-Stand.

„Ab heute lautet die offizielle Begrüßungsformel für die Bewohner der familienfreundlichen Stadt mit hoher Lebensqualität „my fair ladies and gentleman“, ließ Ehrenbotschafter Manfred Holz vom Verein TransFair die Besucher wissen. Grund war die Auszeichnung Wernaus als Fairtrade-Town. Er überreichte Rotraud Pöschke von der Lenkungsgruppe Fairer Handel die entsprechende Urkunde. Stadt, Vereine, Kirchen, Betriebe und Geschäfte hätten viel Kreativität entwickelt, um den hohen Anforderungen der Kampagne gerecht zu werden. „Das bekommt man nicht geschenkt“, unterstrich Holz die Bedeutung. „Wir haben es geschafft“, freute sich dann auch Pöschke. Es sei ein langer Weg gewesen, der bereits 1983 begann. Zur Feier gab es eine Mangotorte von der Bäckerei Hunn aus Wernau.

Ein Highlight war die Vorführung der BRH Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar auf dem Freigelände. Als werbewirksamer Blickfang am Stand thronte der achtjährige Terrier Carraigh. Der kleinste der Rettungshunde hat das Ego eines Löwen, aber gegenüber Labrador- und Weimaraner-Kollegen einen enormen Vorteil: Der als Flächen- und Trümmersuche geprüfte Winzling kommt in jedes Loch. Auf einem Parcours zeigten sechs Teams, wie spielerisch und effektiv ein Trümmertraining abläuft. Unerschütterliches Vertrauen in den Hundeführer ist beim Überwinden von kippenden Leitern, wackeligen Hängebrücken oder großen Höhen, etwa bei der Suche nach Vermissten nach einem Erdbeben, unabdingbar.

Innovativ ist der Mähroboter, der am Stand von Dietrich Gartentechnik und Fahrräder sein Können zeigte. Ein Draht in der Erde setzt ihm Grenzen, ansonsten ist er so programmiert, dass er selbst weiß, wenn der Rasen einen Schnitt und er wieder Saft braucht und dockt selbsttätig an.

Karibik-Feeling für die eigenen vier Wände vermittelten zwei Whirlpools mit azurblau blubberndem Wasser und schwimmenden Sektkühlern von Whirlpool & Living. Auch das Bistro City strahlte Lebensfreude pur aus mit seinem Messestrand: Sonnenschirme, Liegestühle und Cocktails gab es zu lässiger Loungemusik. Weil man auf Plastik verzichtet, wurden Edelstahl-Trinkhalme für zwei Euro das Stück angeboten – jederzeit wiederverwertbar. Bei der örtlichen Feuerwehr sind die Metallhalme bereits im Einsatz und haben sich bestens bewährt.

Auch umweltfreundlich: CO2-neutrale Heizungen. Biowärmeinstallateur Axel Traub von Haustechnik Traub aus Köngen informierte über zeitgemäße Heizsysteme nicht nur sehr engagiert an seinem Stand, sondern hielt auch Vorträge. Aufklärung hält der Geschäftsführer im Zuge von „Future for Nature“ für wichtig. Deshalb gibt es Infoabende in seinem Geschäft.

Wer das doch alles lieber einem Verwalter übergeben möchte, hat bei Roland Kalleder aus Wernau gute Chancen. Die Dienstleistungen rund um die Immobilie hatte der Geschäftsführer sehr effektvoll auf ein rollendes Häuschen geklebt.

Rund 300 Maultaschen und vier Kilo Kartoffelsalat fertigten Jürgen Fetzer und sein sechsköpfiges Team im Maultaschen-Lädle in Deizisau. Versucherle gab es am Stand. Das Besondere daran: Die Einrichtung der Arbeg beschäftigt Menschen mit psychischem Handicap sowie Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. „Und es funktioniert“, freut sich Fetzer. Nur wenn für einen Tag 120 Kilo Kartoffelsalat bestellt werden, springt Notfallhilfe ein. Als Nachtisch bot der Stand Eis aus eigener Herstellung aus dem integrativen WEK-Projekt Café Morlock in Plochingen

Druckmassage und Handmassage am Stand der Wernauer Bäder vermittelten einen kurzen Eindruck vom Wohlfühlfaktor, der sich beim Besuch erzielen lässt. Am Glücksrad konnten Besucher eine Tageskarte für die Wellnesslandschaft im Quadrium gewinnen.

Wenn es mal ganz schnell gehen muss, mit der Schönheit, helfen die Produkte von Juchheim Kosmetik. Der Augenfältchen-Selbstversuch am Stand der freundlichen Beraterinnen zeigte: Lifting klappt prima auch mit Creme. Leider nur für ein paar Stunden.

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