Der frühere Audi-Chef Rupert Stadler vor dem Gerichtsgebäude Foto: imago//Frank Hörmann

Der Audi-Prozess um Betrug mit Dieselautos ist zäh wie Teerschlamm. Wer etwas wissen könnte, erleidet Gedächtnisverlust oder macht vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

München - Schlank war Rupert Stadler schon immer. Als der 58-jährige Ex-Chef von Audi seinen Gürtel wieder in die Hose fädelt, wird aber eine gewisse Ausgezehrtheit sichtbar. Ein Mammutprozess wie dieser nimmt wohl mit, wenn man ständig präsent sein muss und auf der Anklagebank sitzt. Seelisch scheint alles im Gleichgewicht. „Man glaubt nicht, was man alles anhat“, scherzt Stadler beim Griff nach Mantel, Jackett und Rucksack, die durch das Röntgengerät mussten. „Jetzt ist wieder die Zeit“, meint ein Prozessbeteiligter hinter ihm zur witterungsbedingt umfangreichen Bekleidung. Draußen vor dem Gerichtssaal schneit es. Es ist der zweite Prozesswinter für die vier Angeklagten. Mindestens ein weiterer wird folgen. Die Mühlen der Justiz müssen hartes Korn mahlen.

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