Karsten vom Bruch hat sich bei Bosch unbeliebt gemacht. Foto: a&o buero/Till Vielrose

Der Dokumentarfilm „#Dieselgate“ auf Arte spürt dem großen Abgasbetrug der deutschen Autoindustrie nach. VW und andere hatten aber keine Zeit für Interviews.

Stuttgart - Der nächtliche Bahnhofsvorplatz ist ziemlich menschenleer, das Licht für die Kamera, die aus einem Auto späht, zu schummerig. Ein Mann im Hoodie nähert sich, zupft an der Kapuze, um sicher zu gehen, dass sein Gesicht verdeckt ist. Das wirkt fast wie die Routinebewegung von jemandem, der gelernt hat, sich für die Überwachungskameras im öffentlichen Raum möglichst unkenntlich zu halten, ein Kleindealer etwa. Aber dann steigt der Mann ins Auto. Er ist ein Vermummungsamateur, jemand, der mit dem Regisseur Johan von Mirbach abgesprochen hat, wie er in dessen Dokumentarfilm „#Dieselgate – Die Machenschaften der deutschen Autoindustrie“ auftauchen kann, ohne Repressalien zu erleben.

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