Die Ehrenamtlichen Stefan Pikart und Erwin Beck mit Archäologe Jörg Bofinger an der Ausgrabungsstelle. Foto: Roberto Bulgrin

Ehrenamtliche entdecken Straße, die vermutlich aus Römerzeit stammt. Sie sind Beauftragte des Landesamtes für Denkmalschutz und haben einen offiziellen Ausweis.

Köngen - Ein Haufen Erde und mittendrin liegen einige Steine – so sieht es auf einer Baustelle in Köngen aus. Was sich für einen Spaziergänger wie eine übliche Baustellensituation darstellt, ist ein archäologischer Fundort. Wie die EZ vor einigen Tagen berichtete, hat ein Ehrenamtlicher auf dieser Baustelle eine Straße gefunden, vermutlich aus der Römerzeit. Der Entdecker: Stefan Pikart. Er ist 32 Jahre alt, seit 20 Jahren an der Archäologie interessiert und ehrenamtlich für das Landesamt für Denkmalpflege tätig. Rein zufällig hat er die Straße vor einigen Wochen in Köngen entdeckt. „Ein paar Steine hat es dort am Hang gegeben, die es dort sonst nicht gibt. Die auf natürlichem Weg nicht hinkommen“, sagt Pikart. Die Steine kamen wohl durch die Bauarbeiten an die Erdoberfläche. Er habe dann das Landesamt für Denkmalpflege informiert. Weitere Ehrenamtliche hätten bei der Freilegung geholfen und einen halben Meter Boden weggeschaufelt. Nach einigen Spatenstichen ist eine Straße zum Vorschein gekommen. Die Vermutung, dass der Fund aus der Römerzeit stammen könnte, hat sich im Laufe der Ausgrabungen bekräftigt. Denn die Ehrenamtlichen haben direkt bei der Straße Eisennägel gefunden, die von Römerschuhen stammen könnten.

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