Das Abwasser schießt aus der Baugrube und flutet die Mittlere Beutau. Auch von der Beutauklinge aus und aus den Abwasserschächten ergießt sich die braune Brühe auf die Straße und in die Häuser. Foto: Claudia Puffer

Wer ist Schuld daran, dass das Unwetter am 26. Juni die Mittlere Beutau und damit auch Keller, Garagen und andere Räume geflutet hat? Die Anwohner machen die Sanierung des Geiselbachkanals dafür verantwortlich, die Stadt verweist auf die außergewöhnlich starken Regenfälle.

Esslingen - So hat Claudia Puffer ihr Wohnumfeld noch nie erlebt. Als sie am Freitagabend, 26. Juni, nach Hause kam, war Land unter. Überall pumpten Feuerwehrleute das Wasser ab, das die Mittlere Beutau etwa von der Einmündung der Turmstraße bis hinauf zur Hausnummer 77 in einen reißenden Strom verwandelt hatte. Kaskadenmäßig suchten sich offene Wassermassen von der Beutauklinge ihren Weg hinunter in die Beutau, kann Marinko Kundric beeindruckende Videos von der Einfahrt zwischen Hausnummer 50 und 52 zeigen. Das Wasser quoll aus der Baugrube des Geiselbachkanals und flutete alles. Starkregen, teils auch Hagel hatten an jenem Abend in Esslingen, aber auch im Kreis zahlreiche Schäden angerichtet. Die Anwohner in der Mittleren Beutau hat es besonders schlimm erwischt. Sie sehen aber nicht nur die Unbilden der Witterung für ihre vollgelaufenen Keller, Abstellräume, Garagen und Werkstätten verantwortlich. Sondern auch die Stadt, die nur wenige Meter unterhalb ihrer Haustüren den Geiselbachkanal saniert. Die wiederum verweist auf ein so außerordentliches Regenereignis, das – so vermutet Tiefbauamtsleiter Uwe Heinemann – auch ein unversehrter Geiselbachkanal nicht hätte auffangen können.

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