Wohnhaus der Architekten Gebrüder Emil und Paul Kärn in der Schickhardtstraße Stuttgart. Foto: imago/Peter Seyfferth

Die Fassadenkunst der Gründerzeithäuser mag übertrieben sein – im Vergleich mit der Ödnis heutiger Investorenarchitektur ist sie ein Augenschmaus, findet unsere Kolumnistin Anna Katharina Hahn.

Stuttgart - Die nackte Dame wird von zwei Kakadus eingerahmt. Unter einem Erker kringelt sich ein grinsender Drache. Eule und Pelikan hocken in Nischen, Faune tanzen Reigen. Die Fassaden vieler Stuttgarter Gründerzeithäuser, besonders im Süden und Westen, gleichen steinernen Wimmelbildern. Sie sind häufig fotografiert und bestaunt worden: Kleinode in einer Stadt, die den Großteil ihrer älteren Bausubstanz im Zweiten Weltkrieg und den Jahren danach verloren oder selbst vernichtet hat.

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