Im Dienst der Vereine: Bezirks-Spielleiter Armin Sigler. Foto: Robin Rudel

Anfang August soll der Bezirksliga-Meister gegen den Pokalsieger antreten. Beim Staffeltag der Fußballer geht es ansonsten vor allem um Regularien und Termine.

Es ist eine gute Tradition geworden, dass die Verantwortlichen des Fußball-Bezirks Neckar/Fils ein Mal im Jahr die Vereine zu einem Halbzeit-Staffeltag einladen. Es wird in großer Runde informiert, gemahnt, erinnert. So wichtig das ist, hält sich der Neuigkeitswert in der Regel in Grenzen. Bezirkschef Harald Kuhn und Bezirksspielleiter Armin Sigler hatten diesmal in Albershausen für die Vertreter der Vereine von der Bezirks- bis zur Kreisliga B aber doch eine Überraschung parat: Auch im Bezirk Neckar/Fils soll es einen Super-Cup geben.

Was die Beweggründe betrifft, so redete Kuhn nicht um den heißen Brei herum: Es soll ein attraktiver Wettbewerb zum Auftakt der Saison sein. Und: „Wir wollen auch ein paar Euro für die Bezirkskasse generieren.“ Denn den Super-Cup soll zwar ein Verein ausrichten und auch für die Verpflegung sorgen, Veranstalter aber soll der Bezirk sein. Das Gremium nahm das Vorhaben wohlwollend auf, bei einer Abstimmung war nur ein kleiner Teil der Vereinsvertreter dagegen. Uns so soll es den Super-Cup am 7., 8. oder 9. August geben, eine Woche nach dem Finale des EZ-Pokals, eine Woche vor der 1. Bezirkspokalrunde und drei Wochen vor dem Rundenstart. Kuhn und Sigler bevorzugen den Freitag, 7. August, als Termin. Antreten soll dazu – analog zu den Profis – der Bezirksliga-Meister gegen den Bezirks-Pokalsieger der abgelaufenen Runde. Schafft ein Verein das Double, rückt der Finalist des Bezirkspokalfinales nach – es würde also eine Wiederholung dieser Partie geben. Für den Sieger springt eine Prämie heraus – und natürlich ein Pokal.

Tabellenführer der Bezirksliga ist im Moment der 1. FC Heiningen mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FC Donzdorf. Die Donzdorfer sind auch noch im Pokal dabei, im Viertelfinale am 16. April treffen sie auf den TSV Weilheim. TSV Berkheim gegen – den Bezirkliga-Dritten – SV Ebersbach, AC Catania Kirchheim gegen TSV Wernau und SGM Höllbach gegen VfL Kirchheim lauten die weiteren Paarungen.

Neben den höheren Ligen im Bezirk steht ab dem Jahresstart am 1. März – davor sind bereits einige Nachholspiele angesetzt – auch die untereste Liga unter besonderer Beobachtung, denn sie wird nicht die unterste bleiben. Ab der kommenden Saison wird darunter die Kreisliga C eingeführt, vor allem, um nicht mehr so viele hohe Ergebnisse zu haben. In der Region Esslingen qualifiziert sich die obere Hälfte der momentanen beiden B-Ligen für die neue Kreisliga B – mit Ausnahme der Aufsteiger freilich. Die untere Hälfte geht in die Kreisliga C. Ausnahme: Die Tabellen-8. der beiden Staffeln spielen einen Teilnehmer der Kreisliga B in einem einmaligen Play-Off-Spiel aus. Beim Staffeltag wurde gelost, dass dabei der Vertreter der B 1 am 14. Juni Heimrecht hat. Im Moment wäre das die TSG Esslingen II, Gegner aus der B 2 wäre der TV Unterboihingen II.

Kreisliga C als Chance

Sigler hofft, dass die Einführung der Kreisliga C einigen Vereinen die Entscheidung erleichtert, wieder ein zweites Team zu melden. „Vernachlässigt die zweiten Mannschaften nicht, sie sind die Basis. Nehmt die Kreisliga C als Chance wahr“, rief er den Vereinsvertretern zu.

Die Termine der regulären Relegationsspiele stehen ebenfalls fest: Sie starten am 10. Juni und gehen nach dem Motto „Zwölf Spiele an zwölf Tagen“ bis zum 21. Juni. Dann steht endgültig fest, welche Teams in der Saison 2026/2027 in welcher Liga antreten – und zwar ab dem 30. August.

Es lief in Albershausen also alles wieder sehr routiniert ab. Aber es gab auf dem Podium neben vielen bekannten auch ein neues Gesicht: Philipp Reither hat das Amt des Ehrenamtsbeauftragten übernommen – das mit dem Ehrenamt läuft im Bezirk also in doppeltem Sinne gut.