Stefan Lehmann, Marcus Kunath, Arnie Lauer und Olli Rieger (v.l.) Foto: Robin Rudel - Robin Rudel

Den Bandnachwuchs will das Team des Jugendzentrums Penthaus in Neuhausen stärken. Deshalb laden Stefan Lehmann und seine Kollegen am Sonntag zum Gitarrentag ein.

NeuhausenRock- und Popmusik haben im Jugendzentrum Penthaus in Neuhausen einen hohen Stellenwert. Um jungen Leuten Lust zu machen, auch mal selbst zum Instrument zu greifen, organisiert Mitarbeiter Stefan Lehmann jedes Jahr einen Gitarrentag. Unterstützt wird er von Tontechnik-Profi Arnie Lauer, von Olli Rieger und von Marcus Kunath. Als „Die Gastgeber“ stehen die vier am Sonntag, 17. November, auch selbst auf der Bühne.

„Wir wollen dem musikalischen Nachwuchs im Jugendhaus ein Forum bieten“, bringt Olli Rieger das Konzept ganz einfach auf den Punkt. Auf der kleinen Bühne im Jugendhaus in der Rupert-Mayer-Straße haben die Jungs und Mädchen die Chance, mal vor Publikum zu spielen. Tipps gibt es von den Profis, die an dem Nachmittag auftreten.

Breites Spektrum der Musikstile

Marcus Kunath, der die Band der Musikschule in Neuhausen betreut, weiß, wie wichtig den angehenden Bandmusikern Auftrittsmöglichkeiten und ein offenes, begeisterungsfähiges Publikum sind. Deshalb arbeitet er seit Jahren im Organisationsteam des Gitarrentages mit. Gespannt ist Stefan Lehmann, wie viele Musikerinnen und Musiker am Sonntag ins Jugendhaus kommen. Neben den Gastgebern und den Musikschülern treten die Bands Blacklight, All inclusive, Sorry Mum und FiVish auf. „Wir wollen ein möglichst breites Spektrum der Musikstile zeigen“, sagt Lehmann. Im Penthaus gibt es zwei Probenräume, in denen junge Musikerinnen und Musiker an ihrem Stil feilen dürfen. „Bandarbeit ist ein wichtiger Baustein unseres Angebots im Jugendhaus“, sagt der Sozialpädagoge. Da er selbst Musik macht, hat er ein feines Händchen für die Bedürfnisse des Bandnachwuchses. „Junge Musiker brauchen erfahrene Leute, die sie coachen“, ist Lehmann überzeugt. Der Gitarrentag soll da Schwellenängste abbauen.

Ganz wichtig findet Arnie Lauer, dass junge Bands mit der Bühnentechnik gut umgehen. Der Toningenieur arbeitet beim SWR, hat als Profi in vielen Bereichen Erfahrung. Beim Gitarrentag sorgt er dafür, dass der Sound stimmt und dass die Beleuchtung passt.

Professionelle Technik

„Es macht so viel Spaß, dem Bandnachwuchs die technischen Möglichkeiten zu zeigen“, meint Lauer und lacht. Ihm liegt es am Herzen, eine lebendige Bandszene im Kreis Esslingen nach Kräften zu unterstützen. Da hilft der Profi, der auch komplexe technische Probleme locker lösen kann, ebenso gerne wie geduldig mit seinem Know-How weiter.

Zwanglos soll es am Sonntag beim Gitarrentag zugehen, wünscht sich Olli Rieger. „Jeder ist willkommen, am im Penthaus vorbeizuschauen, wir brauchen natürlich auch ein gutes Publikum, das die Bands unterstützt.“ Das Team des Jugendhauses bewirtet die Gäste. Stefan Lehmann freut sich, dass so viele freiwillige Helferinnen und Helfer bei Veranstaltungen wie dieser mitmachen.

Finanziert wird die Veranstaltung nicht nur aus dem Topf des Jugendhauses, einer Einrichtung des Kreisjugendrings Esslingen. „Wir haben einige Sponsoren, ohne die dieses große Projekt nicht möglich wäre“, sagt Arnie Lauer. Neben der Firma Balluff in Neuhausen unterstützt unter anderen der Musikhandel Thomann das Projekt. Das Unternehmen stiftet sogar eine E-Gitarre, die es zu gewinnen gibt.

Nicht nur der Gitarrentag ist eine beliebte Veranstaltung für den Musikernachwuchs. Bereits am Freitag, 15. November, öffnet ab 20 Uhr die Open Stage ihre Türen. „Da haben alle die Möglichkeit, mal selbst aufzutreten“, beschreibt Kunath das Konzept. „Jeder, der Lust hat, darf vorbeikommen und spielen oder singen.“ Wie kommt das Angebot bei den jungen Leuten an? „Es ist ganz unterschiedlich“, sagt Stefan Lehmann. Mal seien viele da, dann spielten auch mal nur zwei oder drei Musiker. Wichtig ist dem Jugendhaus-Team eine lockere, entspannte Atmosphäre ohne Druck. „Da können sich die Musikerinnen und Musiker entfalten“, findet Rieger.

Dass die vier Gastgeber ein eingespieltes Team sind, spürt man schnell. Nicht nur beim Gitarrentag stehen sie zusammen auf der Bühne, lassen die Finger fliegen. „Schön wäre, wenn wir die jungen Bands mit unserer Begeisterung anstecken könnten“, hofft Marcus Kunath. In einer Band sei es einfach wichtig, „dass jeder sich entfalten kann und dass die Chemie stimmt.“

Der Gitarrentag des Jugendhauses Penthaus in der Rupert-Mayer-Straße 76 in Neuhausen findet am Sonntag, 17. November, 14 bis 18 Uhr statt.

www.jzpenthaus.de

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