Volker Selg pendelt täglich von Nürtingen nach Neuhausen - er ärgert sich sehr über die Verzögerung der S-Bahn Verlängerung. Quelle: Unbekannt

Der Aufschub der S-Bahn-Verlängerung ist das meist diskutierte Thema in Neuhausen. Dies ist auch Thema der EZ-Sommerredaktion am Montag, 5. 8. um 16.30 Uhr, auf dem Schlossplatz.

NeuhausenDass die S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen nun erst Mitte des Jahres 2026 kommen soll, sorgte in der Fildergemeinde für großen Ärger. Denn die Infrastruktur wächst, neue Baugebiete entstehen. Das bedeutet auch mehr Autoverkehr im ohnehin überlasteten Straßennetz der Filder. Ein Reizthema ist auch die Schulentwicklung, die aus der Sicht mancher Eltern nicht schnell genug vorangetrieben worden sei. Über diese Themen möchte die Eßlinger Zeitung mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

EZ-Redakteurin Elisabeth Maier und ihre Online-Kolleginnen freuen sich am Montag, 5. August, von 16.30 bis 18 Uhr auf Ihren Besuch an unserem Stand vor dem Rathaus.

Wir wollen von Ihnen erfahren, wo der Schuh drückt und welche Lösungsmöglichkeiten da denkbar sind. Um die S-Bahn drehen sich auch viele Diskussionen im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in Neuhausen, die am 15. September stattfindet. Amtsinhaber Ingo Hacker bewirbt sich für seine vierte Amtszeit. Uns ist Ihre Meinung zum Aufschub des Schienenanschlusses und zur Infrastruktur der Gemeinde wichtig. Ihre Stellungnahmen und Kritik, liebe Leserinnen und Leser, werden dann in der Eßlinger Zeitung veröffentlicht. Was bedeutet die lange Verzögerung der S-Bahn-Verlängerung für die Stadtentwicklung in Neuhausen? Wie wird sich das auf die Neugestaltung des Bahnhofsareals auswirken? Und welche Folgen hat der aufgeschobene Schienenanschluss für die Infrastruktur in der Gemeinde? Das sind die Themen, die derzeit viele Bürgerinnen und Bürger bewegen. In der Sommerredaktion möchten wir mit Ihnen darüber sprechen, was die S-Bahn für die Fildergemeinde mit ihren 12 000 Einwohnern bedeutet.

Gerade Berufspendler, auch Schülerinnen und Schüler, hatten auf die schnelle Verkehrsverbindung nach Filderstadt und in die Landeshauptstadt Stuttgart gehofft. Zunächst war die erste S-Bahn-Fahrt nach Neuhausen 2022 geplant, dann war von einem Aufschub bis 2023 die Rede. Dass sich die Fertigstellung der S-Bahn-Strecke nun um weitere drei Jahre auf das Jahr 2026 verzögern soll, stellt die Gemeinde vor Probleme. Zudem ärgern sich viele über die „Salamitaktik“. Nun fordern sie von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SBB) verlässliche Aussagen. Denn in das Neubaugebiet Akademiegärten sollen bis zu 800 neue Einwohnerinnen und Einwohner ziehen. Das bedeutet erheblich mehr Individualverkehr für die ohnehin sehr belastete Ortsdurchfahrt. Da zurzeit nur Busse nach Filderstadt, Esslingen und Stuttgart verkehren, müssen Berufspendler teilweise mehrmals umsteigen, um ans Ziel zu kommen. Viele ziehen dann eben doch das eigene Auto vor. Städtebaulich hat die Verzögerung ebenfalls Auswirkungen. Denn die Gemeinde Neuhausen plant mit der S-Bahn-Verlängerung auch eine umfassende Neugestaltung des Bahnhofsareals. In dem Gebiet sollen neue Wohnungen, Gewerbeflächen und ein Ärztehaus entstehen. „Die Pläne liegen fertig in der Schublade, die Realisierung ist nur aufgeschoben“, sagt Bürgermeister Ingo Hacker. Allerdings gebe es bereits Absprachen mit künftigen Mietern, die nun warten müssen. Auf die städtebaulichen Ziele der Gemeinde habe das keine Auswirkungen. Auch Hacker bedauert die weitere Verzögerung des S-Bahn-Baus, hat aber ein gewissen Verständnis für die Planer. „Mir ist es wichtig, dass die Planungen ausgereift sind, und das braucht eben seine Zeit.“ Außerdem fordert der Bürgermeister Kostensicherheit. Volker Christiani, Chefplaner der Stuttgarter Straßenbahnen AG, hatte als Hauptgründe für den Aufschub Planänderungen genannt, etwa beim Lärm- und Umweltschutz. Außerdem steigen die Kosten für das Projekt wegen der allgemeinen Teuerungen in der Baubranche von 125 auf voraussichtlich 209 Millionen Euro.

Ein Thema, das viele Menschen in Neuhausen bewegt, ist die Schulentwicklung. Weil viele junge Familien mit Kindern in die Gemeinde ziehen, die attraktiv an der Autobahn und in Flughafennähe liegt, werden mehr Kindergarten- und Schulplätze gebraucht. Mit dem Neubau der Anton-Walter-Grundschule und der Mensa im Egelsee-Gebiet, der Mitte des Jahres 2020 beginnen und zwei Jahre später fertig sein soll, haben die Planer ein wichtiges Projekt auf den Weg gebracht. In der Mozartschule, bisher die einzige Grundschule im Ort, wird es bis dahin jedoch eng, weil die Schülerzahlen steigen. Auch über die Sorgen der Eltern, was die dringend erforderliche Sanierung der Schiller-Schule und die Perspektiven für die Grundschule angeht, wollen wir mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bei der Sommerredaktion auf dem Schlossplatz ins Gespräch kommen.

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