Im Seniorenzentrum Baltmannsweiler gibt es vier Corona-Infizierte. Foto: /Peter Dietrich

Im Pflegeheim von Baltmannsweiler, das von den Zieglerschen betrieben wird, gibt es unter den Bewohnern vier Corona-Fälle. Allerdings sind die Betroffenen symptomfrei. Bürgermeister Simon Schmid beruhigt: Die Schurwaldgemeinde sei kein Corona-Hotspot.

Baltmannsweiler - Im Seniorenzentrum Baltmannsweiler gibt es die ersten bestätigten Corona-Infektionsfälle. Dabei handelt es sich um vier Bewohner der Einrichtung, die vom diakonischen Sozialunternehmen Die Zieglerschen betrieben wird. Nach dem Vorliegen des ersten Testergebnisses habe man umgehend den häuslichen Pandemieplan in Kraft gesetzt und das Gesundheitsamt kontaktiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Zieglerschen. Nun werde man die notwendigen Maßnahmen „in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt“ umsetzen. Simon Schmid, der Bürgermeister der 5800 Einwohner zählenden Schurwaldgemeinde, sieht trotz des Vorfalls keinen Grund zur Beunruhigung. Baltmannsweiler sei kein Corona-Hotspot.

Nachdem am Freitag voriger Woche eine Bewohnerin wegen allgemeinen Unwohlseins vorsichtshalber auf das Virus getestet worden und das Ergebnis positiv ausgefallen sei, habe man alle Bewohner in ihren Zimmern isoliert und, ebenso wie die Mitarbeiter des Pflegeheims, auf das Virus getestet, teilen Die Zieglerschen mit. Das Ergebnis: Drei weitere Bewohner waren infiziert, aber keiner der Mitarbeiter. Die Bewohner des Hauses, in dem 31 Pflegebedürftige Leben, bleiben nach Angaben des Trägers nun auf Weisung des Gesundheitsamtes bis Ende kommender Woche in ihren Zimmern isoliert und werden dort unter erhöhten Hygienevorschriften, insbesondere mit Schutzkleidung nach FFP2-Standard, vom Personal des Hauses versorgt.

Bereits seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland seien in der Einrichtung die Hygienevorschriften erhöht worden, zum Beispiel in Form verkürzter Reinigungsintervalle. Mitte März habe man zum Schutz der Bewohner und des Personals die Besuchsregeln stark eingeschränkt – eine Maßnahme, die kurz darauf durch das offizielle Besuchsverbot im Rahmen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg abgelöst worden sei. Seit dem 8. April gelte zudem die vom Land verhängte Ausgangssperre für Pflege- und Altenheime.

Wie derzeit fast überall gestalte sich die Versorgung mit Schutzkleidung „sehr herausfordernd“, heißt es in der Pressemitteilung des diakonischen Sozialunternehmens. Nach aktuellem Stand reichten die Bestände jedoch vorerst noch aus, um vorschriftsmäßig arbeiten zu können.

Bürgermeister Simon Schmid war, wie er gegenüber der EZ sagte, von Anfang an informiert. Natürlich bleibe auch seine Gemeinde von der Entwicklung nicht verschont. Doch gibt er sich optimistisch: „Man sieht, dass die Maßnahmen und gesetzlichen Vorgaben von Seiten der Bevölkerung, insbesondere auch in unserem Ort eingehalten werden und wirken.“ Die aktuellen Corona-Fallzahlen im Gemeindegebiet entsprächen den durchschnittlichen Fallzahlen im Landkreis Esslingen. Todesfälle sind nach Schmids Worten bisher im Gemeindegebiet glücklicherweise nicht zu verzeichnen. „Ich hoffe, dass dies so bleibt.“

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