Innenminister Thomas Stobl (Archivfoto) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Am Pfingstwochenende arten die Feiern von Hunderten von Menschen in der Heidelberger Innenstadt teils aus. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl verurteilt die Ausschreitungen und äußert seine Wünsche für die Zukunft.

Stuttgart - Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat nach den Ausschreitungen bei der Neckarwiese in Heidelberg eine verstärkte Präsenz der Polizei vor Ort angekündigt. Strobl sagte am Dienstag in Stuttgart, nun werde man gemeinsam mit der Stadt erneut dafür sorgen, dass wieder Ordnung herrsche und die Neckarwiese für alle ein Ort der friedlichen und sicheren Begegnung bleibe. „Das lassen wir uns von ein paar Prolls nicht nehmen.“

Am Pfingstwochenende waren die Feiern von Hunderten von Menschen in der Heidelberger Innenstadt teils ausgeartet. Es wurde randaliert, Polizisten wurden unter anderem auch mit Flaschen beworfen. Wegen der Ausschreitungen wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Strobl verurteilte die Randale. Mit Ignoranz seien dort Freiheiten bewusst mit Füßen getreten und gegenüber der Polizei mit aggressivem Verhalten und Gewalt missbraucht worden. „Das akzeptieren wir nicht und das wird mit aller Konsequenz verfolgt.“

Strobl wünscht sich eine Rückkehr zu mehr Normalität

Zwei Beamte seien durch Flaschenwürfe verletzt worden, eine Polizistin brach sich den Fuß. Es wurden acht Fahrzeuge der Polizei beschädigt. Auch in den kommenden Tagen will die Polizei verstärkt vor Ort sein und bei Ordnungsstörungen konsequent einschreiten, wie Strobl bekräftigte. „Wir wünschen uns alle eine Rückkehr zu mehr Normalität. Freilich ohne Gewalt, ohne Sachbeschädigung und ohne Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten.“

Die Stadt Heidelberg und das Land hatten bereits im Februar 2018 eine Sicherheitspartnerschaft vereinbart mit dem Ziel, die Kriminalität im öffentlichen Raum zu reduzieren und das Sicherheitsempfinden der Menschen zu verbessern.

Am Pfingstwochenende hatte die Polizei viel zu tun

Am Pfingstwochenende hatte die Polizei im Land eine Menge zu tun. Landesweit wurden insgesamt 57 Versammlungen mit rund 2700 Personen begleitet. Davon hatten 25 Kundgebungen mit rund 750 Teilnehmenden einen Bezug zur Corona-Pandemie, neun Versammlungen mit rund 1000 Personen thematisierten den Nahost-Konflikt, wie das Innenministerium mitteilte.

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