Abbildung 1: Der Klick ins Internet ist einfach, schnell und praktisch - aber nicht ungefährlich, denn: Online-Inhalte wandern auf vielen Seiten ungeprüft ins Netz. Das heißt auch, dass womöglich eine Kosmetikerin Rechtsanfragen beantwortet, weil es ihr Hobby ist, und ein Bankkaufmann medizinische Diagnosen stellen könnte. In diesen Fachbereichen ist es besser, einen Profi vor Ort zu konsultieren. Foto: pixabay.com - pixabay.com

Die einfache Bedienung des Internets lockt viele Verbraucher, denn online gibt es offensichtlich auf alle Fragen eine Antwort. Zu jeder Tages- und Nachtzeit lassen sich Informationen online abrufen.

Die einfache Bedienung des Internets lockt viele Verbraucher, denn online gibt es offensichtlich auf alle Fragen eine Antwort. Zu jeder Tages- und Nachtzeit lassen sich Informationen online abrufen. Die Gefahr ist lediglich die Validität und Seriosität dieser online verfügbaren Inhalte. Grundsätzlich ist es nämlich jedem Otto-Normalverbraucher möglich, Inhalte online zu veröffentlichen – und damit auch, falsche Informationen zu verbreiten. Umso wichtiger ist es, in Rechtsfragen, aber auch im Bereich medizinscher Belange und in anderen Bereichen auf versierte Profis zu setzen.

Bei Rechtsfragen immer auf eine qualifizierte Kanzlei zurückgreifen

Die Kanzlei Dr. Kroll & Partner ist an gleich vier Standorten in der Region anzutreffen: in Reutlingen, Tübingen, Balingen und Stuttgart. Die Rechtsanwälte, die sich hier zusammengetan haben, decken ein breites Spektrum an Fachbereichen ab, wozu diese Expertisen zählen:

- Arbeitsrecht

- Bank- und Kapitalmarktrecht

- Bau- und Architektenrecht

- Erbrecht

- Familienrecht

- Handels- und Gesellschaftsrecht

- Informationstechnologierecht

- Insolvenzrecht

- Medizinrecht

- Miet- und Wohnungseigentumsrecht

- Sozialrecht

- Steuerrecht

- Strafrecht

- Verkehrsrecht

- Versicherungsrecht

- Verwaltungsrecht

Dieses breite Spektrum an inhaltlicher Expertise unterstreicht bereits, wie wichtig ein versierter Ansprechpartner in Rechtsangelegenheiten ist. Online eine Rechtsauskunft abzufragen, wäre im Vergleich dazu fast schon vergleichbar damit, einen Friseur um ein gutes Schweinebratenrezept zu fragen. Natürlich gibt es die Chance, von einem versierten Hobbykoch einen guten Tipp zu bekommen, doch verlässlich kann diese Information nicht sein. Während das „falsche“ Bratenrezept im schlimmsten Fall ein nicht sehr wohlschmeckendes Gericht auf dem Tisch zur Folge hat, könnte ein falscher Rat im Rechtsbereich durchaus fatalere Folgen haben.

Mit Blick auf die eingangs erwähnten Fachbereiche könnte eine falsche Rechtsauskunft beispielsweise diese Folgen haben:

- Eine falsche Auskunft im Bereich Arbeitsrecht könnte eine Kündigung zur Folge haben oder die Ansprüche auf eine Entschädigung zunichtemachen.

- Eine falsche Auskunft im Bereich Erbrecht könnte ein fehlerhaftes Testament bedingen oder gar dazu führen, dass ein Hinterbliebener Erbe wird, der das hätte nicht werden dürfen oder sollen.

- Eine falsche Auskunft im Bereich Familienrecht kann die Rechte und Pflichten von getrennten/geschiedenen Eltern falsch verstanden wissen, was dazu führen könnte, dass beispielsweise das Sorgerecht nicht korrekt geregelt wird.

- Eine falsche Auskunft im Bereich Sozialrecht könnte zu fehlerhaften oder mangelnden Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung führen, beispielsweise weil Anträge falsch, zu spät oder fehlerhaft gestellt wurden oder keine Kenntnis darüber bestand, welche Ansprüche hier geltend gemacht werden können.

- Eine falsche Auskunft im Bereich Steuerrecht könnte richtig teuer werden. Im schlimmsten Fall führt eine Versäumnis in einer Steuerrechtsangelegenheit nämlich zu einer Strafe in Form einer Geldbuße. Bedingt die Falschauskunft eine Straftat im Bereich der Steuerpflicht, könnten sogar noch weitere, schwerwiegende Folgen wie beispielsweise eine Gefängnisstraße wegen Steuerhinterziehung drohen.

Bei medizinischen Anliegen den Arzt oder Apotheker fragen

Der Online-Mediziner gilt bereits seit Jahren als der Medizintrend. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass uninformierte Verbraucher gar nicht unterscheiden können, wer valide, fachlich versierte Informationen übermittelt und wer einfach nur gefährliches Halbwissen verbreitet. Zudem werden die Suchergebnisse in weiten Teilen von den Informationssuchenden selbst beeinflusst.

Beinahe zeitgleich mit dem Hype um Online-Diagnosen hat sich auch ein neues Krankheitsbild gezeigt: die Cyberchondrie. Sie ist nur eine mögliche Folge einer internet-Diagnose, die die Befürchtung eines möglicherweise kranken Menschen bestärkt.

Diese Gefahren lauern im Online-Medizinbereich:

Das Online-Suchverhalten bedingt die Ergebnisse

Wer online nach medizinischem Rat sucht, der kann den Ratschlag in weiten Teilen selbst manipulieren – und zwar allein schon durch die Formulierung der Suchanfrage. Wer nach dem Symptom „Kopfschmerz“ sucht, bekommt eine Reihe an Informationen zu verschiedenen Arten von Kopfschmerzen, zu Medizinprodukten und vielleicht noch zu alternativen Heilmethoden. Wer hingegen die Wortkombination aus „Kopfschmerz und Krebs“ online sucht, leitet die Antwortvorgaben damit bereits in eine Richtung, mit der quasi prophezeit wird, dass der Kopfschmerz in Verbindung mit einer Krebserkrankung besteht.

Jegliche Online-Empfehlung kann nur eine Moment-Aufnahme sein

Jegliche Online-Empfehlung, die es in Form von Empfehlungen für ein Medikament, eine Behandlungsweise oder dergleichen gibt, kann nur eine äußerst begrenzte Moment-Aufnahme darstellen. Das heißt: Wer nach einem Tipp sucht, um Rückenschmerzen zu kurieren, kann hilfreiche Hinweise bekommen, wie der Rücken entlastet wird oder mit Cremes zu behandeln ist. Allerdings können die Online-Tipps auch dazu führen, dass eine schwerwiegendere Rückenerkrankung, beispielsweise ein Bandscheibenvorfall, verkannt wird. Nicht minder gefährlich ist die Empfehlung für ein bestimmtes Medikament, denn online wird nur selten abgeglichen, welche Neben- oder vor allem Wechselwirkungen ein Präparat zusammen mit anderen Medikamenten haben kann.

Praxistipp: Bevor gefährliche Mutmaßungen angestellt werden, ist es sinnvoller, den Profi direkt zu befragen. Ärzte und Apotheker sind ausgebildete Kenner, die weit mehr können, als Suchanfragen „zu deuten“.

Abbildung 1: pixabay.com © rawpixel (CC0 Public Domain)

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