Immer mehr Menschen fühlen sich einsam. In Stuttgart reagieren Initiativen und Rathaus – mit Spaziergängen, Kampagnen und Strategien gegen Isolation.
Die Gründung ihrer Initiative „Women & Walk“ war nicht ganz uneigennützig. Juliane Brosz ist nach ein paar Jahren in Großbritannien wieder nach Stuttgart gezogen. Was der 36-Jährigen gefehlt hat: Freunde. Und vor allem Menschen, mit denen man auch spontan mal etwas unternehmen kann. Konzerte, Essen gehen oder einfach spazieren – ab Mitte 30 stellen viele fest, dass viele um sie herum nun mit der Familie beschäftigt sind. „Natürlich ist es eine Aktion gegen Einsamkeit. Ich habe mich auch gefragt, ob ich es direkt so nenne, weil im Grunde ist es ja genau das, aber das Thema ist immer noch sehr schambehaftet“, sagt Brosz. „Aber Einsamkeit bedeutet ja eigentlich auch nur: mein soziales Bedürfnis ist nicht gedeckt.“
Unsere Abo-Empfehlungen