Großer Jubel beim „Espada FC“: Das Zocker-Duo Ilya Rathke aus Aichwald und Selim Gücyeter aus Kirchheim/Teck hat mit der Nationalmannschaft Polens die Esslinger eSports-EM gewonnen. Das Team setzte sich im Finale des großen „FIFA-21“-Turniers mit 5:2 gegen das Team „JuMa“ mit der Schweiz durch.

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Esslingen - Vier Tage lang haben sich 24 Zweier-Teams bei der Esslinger eSports-EM, die die Eßlinger Zeitung und die Stadtwerke Esslingen gemeinsam veranstaltet haben, auf der Playstation 4 packende Duelle in der beliebten Fußball-Simulation „FIFA 21“ geliefert. Von Donnerstag bis Samstag waren in den Gruppenspielen zunächst die Achtelfinalteilnehmer ermittelt worden – die sechs Gruppenersten und -zweiten hatten sich ebenso wie die vier besten Gruppendritten für die Runde der letzten Sechzehn qualifiziert. Am Sonntag wurden in den Finalspielen die Esslinger „FIFA“-Könige gekrönt. Bereits die Achtelfinalpartien hatten es in sich. Zunächst kegelte das Team „Wuselig“ mit Irland die nach der Gruppenphase favorisierten Waliser, die vom Duo „Los Fenomenos“ gesteuert wurden, überraschend deutlich mit 4:2 aus dem Turnier. Überrascht über ihre eigene Leistung waren nach der Partie auch die beiden Teammitglieder von „Wuselig“: „Wir hätten absolut nicht erwartet“, dass wir das Spiel gewinnen“, erklärten die beiden 17 Jahre alten Esslinger Nick Köstler und Jonah Sailer nach ihrem Erfolg.

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Die Stunde der Außenseiter

In den weiteren Achtelfinalpartien schlug dann die Stunde der Außenseiter. Die vier besten Drittplatzierten schafften es aus der Gruppenphase in die K.o.-Runde, drei dieser vier Teams, nämlich „Die Ausländer“ mit Tschechien, „Die Macher aus Balde“ mit Italien und „Barney’s Eleven“ mit der Elftal, der Nationalmannschaft der Niederlande, setzten sich in ihren Achtelfinals gegen im Vorfeld teils deutlich stärker eingeschätzte Zweier-Teams durch. Während „Die Ausländer“ mit den Tschechen gegen den „TSV Bernhausen“ und Österreich einen gnadenlos effizienten Auftritt zeigten und für das siegbringende Tor nur eine Chance brauchten, zeigten sich „Die Macher aus Balde“ mit Italien torhungrig: Gegen das Team „NOW (No Warm Up)“, das Portugal auf den virtuellen Rasen führte, setzte sich das Duo deutlich mit 5:0 durch. „Barney’s Eleven“ gewannen gegen die in der Vorrunde starken „Hardiii BoyZzz“ mit Schweden mit 2:0. Ebenfalls erfolgreich verlief die Runde der letzten sechzehn Mannschaften für das Team „JuMa“, das mit der Schweiz „KetzEma“ mit Finnland 3:1 besiegte, für „Hidden Leaf“ mit Dänemark gegen Frankreich und „Wasserdicht“ sowie den stark aufspielenden „Espada FC“, der mit Polen die Schotten, gespielt von „elite 1 Yonik“, nach Hause schickte. Komplettiert wurde das Viertelfinale durch „Holzbein Kiel“, das mit England durch einen 2:1-Sieg die virtuelle Generalprobe der deutschen Nationalmannschaft gehörig vermasselte.

Enge Spiele im Halbfinale

Das erste Viertelfinale brachte gleichzeitig die erste Verlängerung des Tages, in der der „Espada FC“ mit Polen einen 2:1-Rückstand gegen „Die Macher aus Balde“ mit Italien in letzter Minute unter lautstarkem Jubel noch in einen 3:2-Sieg drehte. Auch „Wuselig“ schaffte es mit Irland gegen „Hidden Leaf“ mit Dänemerk ins Halbfinale. In den anderen Viertelfinalpartien setzten sich „Holzbein Kiel“ mit England und das Team „JuMa“ mit der Schweiz durch. Damit war klar: Der „Espada FC“ trifft im Halbfinale auf „Wuselig“, „Holzbein Kiel“ auf „JuMa“. Die Stimmung bei den Mannschaften war im Vorfeld der Spiele angespannt. „Das wird knapp, bisher ist das definitiv unser stärkster Gegner. Da kann alles passieren “, sagten Ilya Rathke und Selim Gücyeter vom „Espada FC“ über ihre Halbfinalgegner „Wuselig“ – wie sich herausstellen sollte, waren ihre Bedenken unbegründet, denn die beiden schlugen „Wuselig“ 3:0 und zogen als erstes Team ins Finale ein. Im zweiten Halbfinale triumphierte „JuMa“ gegen „Holzbein Kiel“ mit 3:2 nach Verlängerung.

„Wuselig“ wird Dritter

Im Spiel um Platz drei gewann „Wuselig“ zunächst mit 1:0 gegen „Holzbein Kiel“, ehe es ins große Finale zwischen „JuMa“ mit der Schweiz und den vom „Espada FC“ gespielten Polen ging. Am Ende setzte sich in einem packenden und emotionalen Finale der „Espada FC“ nach 0:2-Rückstand mit 5:2 durch und sicherte sich den Titel bei der ersten Esslinger eSports-EM.

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