Leukoplastbomber mit Blaulicht: Heute grinsen Zuschauer darüber, damals wirkte die DDR-Polizei imposant und effizient. Foto: MDR

Vor 50 Jahren startete in der DDR die Reihe „Polizeiruf 110“. Unter dem Erfolgsdruck der „Tatort“-Krimis aus dem Westen musste die DDR zugeben, dass es Verbrechen bei ihr gab.

Stuttgart - Raub und Betrug, Mord und Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und Erpressung – das sind gewiss keine Bausteine der besten Gesellschaft aller Zeiten. Also konnte es die laut Staatsdoktrin der DDR im Mauerstaat gar nicht geben. Waren die Genossen der Sozialistischen Einheitspartei doch nach eigenem Verständnis gerade erfolgreich dabei, das irdische Paradies herbeizuführen. Das Verbrechen war, durch die rote Brille gesehen, bloß eine Ausgeburt der Widersprüche und Klassengegensätze des kapitalistischen Systems. Schon blöde, dass die Klein- und Großkriminellen in der DDR vom Langfinger bis zum Eifersuchtsberserker das nicht zu begreifen schienen.

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