Günter Behnisch (oben), Winfried Büxel, Jürgen Joedicke, Eberhard Tränkner (Mitte, von links nach rechts), Fritz Auer, Carlo Weber (unten, von links nach rechts). Foto: Archiv Behnisch & Partner/Archiv Behnisch & Partner

Das Münchner Olympiastadion von 1972 wurde am Neckar ersonnen – daran erinnert der Stuttgarter Architekt Fritz Auer in seinem Buch „Ein Zeltdach für München und die Welt“.

So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen: ein Olympiastadion, so schwebend und leicht und heiter wie zuvor kein anderes, eine Architektur, die eine der ältesten Bauformen der Menschheitsgeschichte, das Zelt, mit den avanciertesten Konstruktionsweisen ihrer Zeit verband, und eines der ersten mithilfe von Computerberechnungen errichteten Bauwerke überhaupt. Zugleich war das Münchner Olympiastadion viel mehr als eine spektakuläre Sportstätte. Mit ihm erfand sich die ganze Nation neu. Knapp dreißig Jahre nach Kriegsende war diese hochgemute Zeltstadt das Inbild einer offenen, demokratisch geläuterten Gesellschaft, als die sich die Bundesrepublik sehen und präsentieren wollte – Lichtjahre entfernt von den Spielen der Nazis 1936 in Berlin mit ihrem Adolf-Stadion und seinem steinernen Ewigkeitspathos.

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