Kämpfer der PKK legten ihre Waffen in eine Feuerschale. Diese wurden anschließend mit einem brennendem Scheit in Brand gesteckt. Foto: AFP/Shwan Mohammed

Zwei Dutzend Kämpferinnen und Kämpfern der PKK haben im Nordirak ihre Waffen verbrannt. Die Zeremonie symbolisiert das Ende des mehr als 40-jährigen Kurdenkriegs.

Besê Hozat war kaum 16 Jahre alt, als sie Guerilla-Kämpferin wurde – um der Diskriminierung in der Schule zu entfliehen, wie sie später erzählte. Als Kurdin und obendrein alewitischen Glaubens in der Türkei doppelt benachteiligt, schloss sie sich mit ihrer Schwester 1994 der PKK an. Ihre Schwester wurde von der türkischen Armee getötet, doch Hozat stieg auf bis in die PKK-Führung. Als Kommandantin verlas die heute 46-Jährige am Freitag im Nordirak die Abschiedserklärung der PKK und trat mit ihrer Kalaschnikow an eine Feuerschale, um ihre Waffe hineinzulegen. Mit einem brennendem Scheit steckte Hozat die in der Schale gesammelten Waffen von zwei Dutzend Kämpferinnen und Kämpfern in Brand und wandte sich zum Gehen. Wehmut, Ernst und Resignation waren in ihrem Gesicht zu lesen.

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