Foto: dpa - Jens Büttner

Tübingen-Hirschau (pol) - Weil er ein zehnjähriges Mädchen mutmaßlich verletzt, genötigt und sich sexuell an ihr vergangen hat, ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Tübingen gegen einen 37 Jahre alten polizeibekannten syrischen Asylbewerber aus Tübingen. Der Mann steht im dringenden Verdacht, am Donnerstagnachmittag das Kind bei Hirschau angegriffen und auf eine Wiese gezerrt zu haben.

Das Mädchen war nach derzeitigem Ermittlungsstand am Donnerstagnachmittag, gegen 15.40 Uhr, mit seinem Fahrrad auf dem Radweg zwischen Tübingen und Hirschau unterwegs, als ihr der 37-Jährige auf dem Rad entgegenkam. Nachdem er das Kind passierte, wendete er und fuhr ihm zunächst ein Stück hinterher. Plötzlich rammte er das Mädchen, das vom Fahrrad stürzte und sich dabei oberflächliche Schürfwunden zuzog. Anschließend zerrte er das sich heftig wehrende und schreiende Kind auf eine angrenzende Wiese, hinter einen Heuhaufen und begann es unsittlich zu berühren.

Vorbeikommende Passanten, darunter ein Polizeibeamter auf dem Heimweg vom Dienst, hörten die Schreie und kamen dem Kind sofort zu Hilfe. Sie überwältigten den 37-Jährigen, hielten in fest und übergaben ihn der zwischenzeitlich alarmierten Polizei.

Der 37-Jährige wurde vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen am Freitagmittag beim Amtsgericht Tübingen der Haftrichterin vorgeführt. Diese erließ den beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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