Runter vom Platz: Schiedsrichter Florian Buller zeigt dem Deizisauer Sven Zachary nach dem Foul an Davide D’Assero die Rote Karte. Foto: Herbert Rudel - Herbert Rudel

Der TSV Deizisau II gewinnt in der Fußball-Kreisliga A in Unterzahl mit 3:2 beim TSV Berkheim. Die Platzherren hadern nach der Partie mit dem Schiedsrichter.

BerkheimNach dem bisher schwachen Saisonstart mit nur drei Punkten für TSV Berkheim (ein Punkt Abzug aus dem Spiel gegen TV Unterboihingen wegen Einsetzens eines nicht spielberechtigten Akteurs), beziehungsweise vier Punkten für TSV Deizisau II, lechzten beide Teams nach dem nächsten Punktgewinn in der Fußball-Kreisliga A, Staffel 1.

Lange Zeit sah es für die Berkheimer auch danach aus – mit einer 2:1-Führung im Rücken und ab der 65. Minute in Überzahl – doch am Ende stand der TSVB mit leeren Händen da. „Wir waren nicht präsent und aggressiv genug, wirkten irgendwie gehemmt“, sagte Berkheims Coach Patrick Bauer über die Leistung. „Dann gehen wir trotzdem 2:1 in Führung, spielen in Überzahl und verteidigen dann zwei mal schlecht.“

Nach einer eher mäßigen ersten Hälfte brachte Florian Schneider die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung. In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff ging es Schlag auf Schlag. Drei Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als der starke Deizisauer Nils Müller den Ausgleich erzielte (48.). Weitere vier Minuten später traf David Plattenhardt zur erneuten Führung (52.). Berkheim machte weiter Druck und versuchte, den Vorsprung weiter auszubauen. Spätestens als in der 65. Minute Deizisaus Sven Zachary wegen zu groben Einsteigens des Feldes verwiesen wurde, sah es nach einem leichten Sieg für die Gastgeber aus. Die Gäste jedoch kämpften und gaben nicht auf, mit einem Doppelschlag von Nico Stumpp (76.) und Patric Bartsch (81.) drehte der TSVD II die Partie zum 3:2-Auswärtssieg. Trainer Jugoslav Lukic war dennoch nicht hundertprozentig zufrieden: „In der zweiten Hälfte war es das, was ich von Anfang sehen wollte. Wir hätten im ersten Durchgang schon mehr machen müssen, hatten zum Schluss dann auch das Quäntchen Glück, das uns zuletzt oft gefehlt hat. Wir sind froh, dass wir in Unterzahl das Spiel noch gedreht haben.“

In den 90 Minuten zuvor standen immer wieder teilweise strittige Abseitsentscheidungen des Unparteiischen im Vordergrund, welche von der Berkheimer Bank oft lautstark diskutiert wurden, bis Bauer wegen wiederholten Meckerns die Gelbe Karte sah. „Es waren einige Abseitsentscheidungen, die nicht einmal knapp waren. Wir laufen alleine auf das Tor zu und dann wird es abgepfiffen – das ist dann schon sehr bitter“, haderte Bauer mit den Entscheidungen des Unparteiischen. „Es ist verständlich. Ich habe bei ein paar Entscheidungen auch kein Abseits gesehen“, sprang Lukic seinem Kollegen zur Seite, „aber der Schiedsrichter ist immer die ärmste Sau auf dem Platz“.

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