Hier soll das Neubaugebiet „Obeswiesen“ entstehen. Foto: tki

Hochdorf plant 100 neue Wohneinheiten – und braucht für das Gebiet drei Straßennamen. Jetzt steht fest, wie die Straßen heißen sollen.

In den kommenden Jahren sollen im Neubaugebiet „Obeswiesen“ in Hochdorf etwa 100 Wohneinheiten entstehen. Doch vor Beginn der Erschließung im Sommer dieses Jahres musste die Gemeinde zunächst noch drei künftige Straßennamen vergeben. Die im Dezember von der Verwaltung vorgeschlagenen Namen Philosophenstraße, Einsteinweg und Heisenbergweg fanden im Gemeinderat jedoch keinen Zuspruch, stattdessen brachten die Ratsfraktionen eine Vielzahl eigener Vorschläge ins Gespräch. Schließlich wurde die Entscheidung vertagt.

Nun brachte die Verwaltung neue Vorschläge ein, die gemeinsam mit dem Ältestenrat erarbeitet wurden. Dieses Vorgehen stieß im Gemeinderat auf Kritik. „Ich finde es schwierig, dass der Ältestenrat, dessen Aufgabe eigentlich nur die Beratung der Tagesordnungspunkte ist, hier Vorschläge einbringt“, erklärte Marc Behringer (CDU). Auch andere Gemeinderäte äußerten ihre Bedenken. „Aber das Kind ist nun eigentlich schon in den Brunnen gefallen“, resümierte Thomas Zinßer (Die.Mitte).

Straßennamen in Hochdorf stehen fest

Anders als noch in der Debatte im Dezember, in der die Ratsfraktionen vor allem Persönlichkeiten wie etwa Nobelpreisträger oder Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime vorgeschlagen hatten, setzte die Verwaltung in ihrem neuen Vorschlag auf die stauferischen Kaiserberge – Staufenstraße, Rechbergweg und Stuifenweg sollen die drei Straßen im Neubaugebiet heißen.

„Ich sehe eine gewisse Verwechslungsgefahr zwischen Staufen und Stuifen für nicht ortskundige Personen“, merkte Ingmar Jenz (Freie Wähler) an. In der Praxis werde die Staufenstraße lediglich als Erschließungsstraße für das Gebiet dienen, erklärte Bürgermeister Gerhard Kuttler. „Die Hausnummern werden nur im Rechberg- und Stuifenweg sowie dem bereits bestehenden Obeswiesenweg vergeben“, fügte er hinzu. Trotz der Kritik an der Art der Einbringung der Vorschläge stimmte der Gemeinderat letztlich zu und rückte so der Umsetzung des Neubaugebiets einen Schritt näher.