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Volvo hat den XC40 im Frühjahr 2018 auf dem Markt gebracht. Seit kurzem wird das kompakte SUV auch mit einem Dreizylinder-Benziner (T3) als neues Einstiegsmodell angeboten.

EsslingenVolvo sorgt mal wieder für einen Paukenschlag: Wer demnächst ein Modell des schwedischen Autoherstellers kaufen und damit schneller als 180 fahren will, sollte sich sputen. Denn ab 2020 liefert Volvo seine Neuwagen nur noch mit einer auf 180 km/h gedrosselten Höchstgeschwindigkeit aus. Angesichts dieser spektakulären Initiative der Schweden bleibt wohl so manchem Schnellfahrer – um nicht zu sagen „Raser“ – die Luft weg.

Volvo reagiert damit konsequent auf die langjährigen Ergebnisse seiner Sicherheitsforschung, wonach zu schnelles Fahren neben Rauschmitteleinfluss und Ablenkung eindeutig zu den häufigsten Unfallursachen zählt. Wie sich die 180-km/h-Beschränkung auf das Kaufverhalten der Kunden auswirken wird, bleibt indessen abzuwarten. So oder so, wer sich einen Volvo zulegt, ist angesichts der bereits serienmäßig guten Ausstattung auf der ziemlich sicheren Seite. Das gilt auch für den XC40, der seit Frühjahr 2018 auf dem Markt ist und den Volvo seit kurzem auch mit einem Dreizylinder-Benziner (T3) als neues Einstiegsmodell anbietet.

Das kompakte, 4,43 Meter lange SUV schöpft aus 1,5 Litern Hubraum 156 PS. Die Kraft wird über ein Sechsgangschaltgetriebe an die Vorderräder übertragen. Automatik und Allradantrieb hat das neue XC40-Einstiegsmodell nicht, was sich beim relativ niedrigen Preis von 32 050 Euro bemerkbar macht. Die kombinierten Verbrauchswerte des Dreizylinders gibt Volvo mit 6,2 bis 6,4 Liter an (CO2: 144 bis 148 g/km).

Komplettiert wird die Motorenpalette vom T4-Turbobenziner mit 140 kW (190 PS) und dem bekannten T5 AWD mit 182 kW (247 PS), die beide serienmäßig mit einem Geartronic Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert sind. Der T4 ist wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich – ebenso wie der 110 kW (150 PS) starke D3 Diesel. Top-Diesel ist unverändert der D4 AWD mit 140 kW (190 PS). Wie alle Volvo-Motorisierungen erfüllen auch die Aggregate des XC40 die Abgasnorm Euro 6d-TEMP.

Die Sicherheits- und Assistenzsysteme des XC40 umfassen unter anderem das Fahrer-Assistenzsystem Pilot Assist, die Run-off Road Protection und die Run-off Road Mitigation, den vor Querverkehr warnenden Cross Traffic Alert mit automatischer Notbremsfunktion sowie eine 360-Grad-Kamera, die das Manövrieren in kleinsten Parklücken vereinfacht. Die wohl wichtigste Ausstattung ist das City Safety System, das in allen Volvos serienmäßig an Bord ist. Es erkennt potenzielle Gefahren und Hindernisse und leitet bei Bedarf selbstständig eine Notbremsung ein. Neben anderen Fahrzeugen erkennt es auch Fußgänger, Fahrradfahrer und Großtiere wie Elche und Hirsche und deckt somit ein breites Spektrum möglicher Unfallquellen ab. Nicht zuletzt dadurch zählt der XC40 zu den bestausgestatteten kompakten Premium-SUV. Als erster Volvo hat er eine Art Carsharing-Funktion, wobei Familienangehörige das SUV über eine App öffnen und starten können.

Seit kurzem ist der XC40 auch als Plug-in-Hybrid verfügbar – und in der Pipeline befindet sich mit dem XC40 Recharge auch das vollelektrische Elektroauto von Volvo. Es hat zwei Elektromotoren mit insgesamt 408 PS an Bord und kommt im Herbst 2020 auf den Markt. Die Reichweite soll circa 400 Kilometer betragen.

Der XC40 ist im Übrigen das erste Fahrzeug von Volvo, das auf der modularen CMA-Plattform basiert, die auch der chinesische Mutterkonzern Geely nutzt. Geely hat Volvo im Jahr 2010 übernommen und sorgte vor einigen Monaten auch mit dem groß angelegten Kauf von Daimler-Aktien für Aufsehen. Die Marschrichtung des Konzerns, dessen andere Tochter Lynk & Co. im Sommer 2020 ein SUV in Europa auf den Markt bringt, bleibt spannend.

Die Ankündigung Volvos auf eine Drosselung seiner Neufahrzeuge auf 180 km/h ist übrigens nicht der erste Vorstoß des schwedischen Autoherstellers auf dem Gebiet der automobilen Sicherheit. Auch die Einführung des Sicherheitsgurts, den Volvo eigenen Angaben zufolge bereits 1959 erfand, für alle zugänglich machte und der heute Standard ist, sorgte damals für große Diskussionen. Mehr als eine Million gerettete Menschenleben weltweit sprechen heute für sich, so Volvo.

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