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Berlin (AP) - In der CDU-Spitze macht sich Frust über die Politik der Großen Koalition breit. Zuerst kündigte der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz überraschend seinen Rückzug aus der Bundespolitik an; gestern spielte auch der Vize-Fraktionschef Wolfgang Bosbach mit Abschiedsgedanken. "Ich habe alles dafür getan, dass wir an die Regierung kommen. Aber wenn man in 14 Monaten Regierung mehr Frustrationserlebnisse hat als in sieben Jahren Opposition, kommt man ins Grübeln", sagte er. Bosbach bedauerte den Abschied seines Freundes Merz. Er habe spontan gedacht: "Noch bist du nicht so weit. Und dann war ich erschrocken über das Wort noch", sagte er.
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