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Mankell engagiert sich für Operndorf

Mainz (dpa) - Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell (62) will Christoph Schlingensiefs Operndorf-Projekt im afrikanischen Burkina Faso auch nach dem Tod des Regisseurs weiter unterstützen. „Ich habe versprochen, dass ich so viel tun werde wie ich kann, damit das Projekt weiterlebt“, sagte Mankell dem 3sat-Magazin „Kulturzeit“. Er glaube zwar nicht, die Rolle von Schlingensief übernehmen zu können. Aber: „Das Projekt wird nicht sterben.“

Mankell, bekannt durch seine Kriminalromane mit Kommissar Kurt Wallander, ist ein Afrika-Kenner und verbringt einen Großteil des Jahres dort. Im September will er sich mit Schlingensiefs Witwe Aino und weiteren Freunden zusammensetzen, um über die Zukunft des Operndorf-Projektes zu beraten. Dabei müsse nicht nur das Finanzielle geregelt werden, sagte Mankell. Vielleicht werde auch ein charismatisches Gesicht benötigt, um das Projekt zu repräsentieren. Vor allem Schlingensiefs Ideen müssten weiterleben. „Und ich muss sagen, dass ich sehr viel darüber weiß, er hat sie mir alle erzählt.“ Seitdem er Christoph Schlingensief auf der Berlinale 2009 kennengelernt habe, habe er jede Woche mindestens einmal mit ihm telefoniert.

Der mit Filmen, provokativen ­Theateraktionen und Inszenierungen bekannt gewordene Schlingensief ist am 21. August im Alter von 49 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. „Ich vermisse ihn sehr und ich werde ihn mein ganzes Leben vermissen“, sagte Mankell.

 

Artikel vom 02.09.2010 © Eßlinger Zeitung

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