Als Deutsche im Nachkriegsfrankreich
(dpa) - „Von der Wiederherstellung des Glücks“ nennt Anna Tüne ihre Geschichte eines deutschen Mädchens im Nachkriegsfrankreich (Galiani Verlag, Berlin, 256 Seiten, 16,95 Euro). 1950 geboren, schildert Tüne in ihrem Buch schonungslos ehrlich, aber poetisch schön ihre eigene Kindheit: Die kleine Anna zieht mit ihren Eltern nach dem Zweiten Weltkrieg als Flüchtlingsfamilie aus Posen in ein kleines Dorf in Frankreich. Sie kommen ausgerechnet in eine Gegend, in der die deutschen Besatzer noch vor kurzem gewütet haben. Es ist eine schwierige Integration, denn die kleine Anna begegnet ihren neuen Freunden unbekümmert, während die gleichaltrigen Franzosen vom Krieg geprägt sind. Über das persönliche Schicksal hinaus erzählt das Buch von Opfern und Tätern, Schuldigen und Unschuldigen. Es ist ein lesenswerter Text über das Ringen um Verständigung und Versöhnung zwischen verfeindeten Nationen.



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