Georg Klein erhält Preis der Buchmesse
Leipzig (apn) - Der Schriftsteller Georg Klein ist gestern mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Klein erhielt die mit 15 000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie Belletristik für sein Buch „Roman unserer Kindheit“. Mit ihm nominiert waren Jan Faktor, Lutz Seiler, Anne Weber und Helene Hegemann, um die es eine besondere Debatte wegen Plagiatsvorwürfen gegeben hatte.
Die ebenfalls mit jeweils 15 000 Euro dotierten Preise in den Kategorien Sachbuch/Essayistik und Übersetzung gingen an Ulrich Raulff für „Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben“ (C.H. Beck) und Ulrich Blumenbach für die deutsche Fassung des Romans „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace (Kiepenheuer & Witsch). Die siebenköpfige Jury unter Vorsitz der Publizistin Verena Auffermann hatte aus rund 760 eingereichten Büchern jeweils fünf Autoren beziehungsweise Übersetzer nominiert, deren Titel in die Endauswahl kamen. Mit dem zum sechsten Mal verliehenen Preis werden herausragende deutsche Neuerscheinungen und Übersetzungen geehrt.
Georg Klein wurde 1953 in Augsburg geboren. Sein erster Roman, „Libidissi“, erschien 1998. Zwei Jahre später gewann er den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Weitere Romane sind „Barbar Rosa“, „Die Sonne scheint uns“ und „Sünde Güte Blitz“. Der „Roman unserer Kindheit“ (Rowohlt Verlag) spielt in einem Neubaugebiet am Rande von Augsburg in den Sechzigerjahren. „Überbordend poetisch“ werde hier ein Zeitpanorama entfaltet, lobte die Jury die halb fantastische, halb realistische Geschichte über die Sommerferien einer Kindergruppe.



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